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Indianerpfad


Ethnomedizin: Die Medizin der Naturvölker für Seele und Leben

Die Symptomsprache der Seele

Was symptomatisiert die Seele?


Die Seele hat vier starke normative Kräfte: Sie geht für: Ganzheit, Heilung, Wachstum und Erkenntnis.

Das ist ihre Natur. Und sie versucht dies zu erreichen. Ist dies nicht möglich, dann spricht sie mit uns in ihrer Sprache. Sie spricht über Träume mit uns, über Sehnsucht, Gefühle… Wird das ignoriert, dann muss sie lauter werden. Und wenn sie schreien muss nennen wir es (z.B.) Krebs.


Die häufigsten (und lautesten Symptomgründe) liegen im seelischen Anliegen auf einen Seelenverlust aufmerksam zu machen. Oder auf einen blockierten Anteil, eine alte Bühne…

Wie symptomatisiert die Seele?


Im Menschenbild der Ethnomedizin besteht der Mensch aus Seele, Verstand, Herz (Gefühlen) und Körper.


Die seelische Symptomsprache findet auf den unter ihr liegenden Ebenen statt. Beispielsweise kommt es im Geistigen zu Depressionen, Gedankenkarussells, Mangeldenken, Dissoziationen, Schlafstörungen, Demenz… Dies geht bis in die psychischen Erkrankungen wie Klaustrophobie, Schizophrenie, usw.

Fühlbare Botschaften der Seele


Auch die Bereiche der Gefühle werden seelisch genutzt, um Botschaften oder seelische Anliegen zu transportieren, etwa über Ängste oder auch Aggressionen. Auch Gefühlsdefizite (man spürt sich nicht) sind ein Teil ihrer Sprache.


Wenn die Seele mit diesen Botschaften nicht verstanden wird bleibt nur noch der Körper als Symptomträger. Wir nennen es Krankheit.


Die Formen der seelischen Sprache


Zwei Elemente tragen die Formen: Erlebbarkeit und Analogie.

Die Sprache der Seele kennt keine Regeln, wie zum Beispiel die Grammatik, und sie kennt auch keine Wörter. Es gilt nicht zu dolmetschen, sondern darum zu erkennen das sie spricht und zu verstehen was sie „sagt“.


Die seelische Sprache bedient sich der Analogien, also der Gleichnisse. Und sie symptomatisiert direkt in das (Über)Leben hinein. Sie schreibt auf einem Papier, dass das Leben ist, in einer Schrift, die wir fühlen, eine Geschichte, die uns informiert. (Analogien sind uns nicht fremd, die Welt der Kunst bedient sich ihrer, und auch die Bibel).


In gewisser Weise spiegelt sie damit unsere notleidenden Seelenanteile. Sie sagt also: „Hallo! Hier solltest du dich mal kümmern!“


Keine Kausalität!


Wichtig ist auch zu verstehen, dass die Seele nicht kausal „tickt“.

Kausalität ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Wenn „A“ „B“ erzeugt ist „A“ die Ursache von „B“. Und man könnte rückschließen: Wenn „B“ so ist wie es ist muss „A“ geschehen sein. Und das stimmt hier eben nicht. Man kann also im Fall Schwerhörigkeit nicht auf eine Ohrfeige schließen. Wohl aber auf eine passive Abwehrreaktion - von ???

Ich kann nicht sagen: Wenn der Klient Dies und Das erlebt hat, muss diese Krankheit entstehen.

Oder: Wenn er diese Krankheit hat muss Dies oder Das geschehen sein.


Kausalität ist ein tragendes, ordnendes Element der Wissenschaft. Es wird ja nach dem Warum? gesucht, der Ursache. Und wenn man die findet, sagen wir die Schwerkraft (Newton fiel ein Apfel auf den Kopf), dann muss das immer gelten. Also: Äpfel fallen immer runter, nie hoch. Die Richtigkeit wird also durch Wiederholbarkeit bewiesen, (oder widerlegt). Und mit diesem Regularium kann man wissenschaftlich die Seele nicht verstehen. Und damit die Heilmethoden auch nicht.


Die analoge Sprache der Seele


Beispiele:

Man hat jemandem als Kind den Mund verboten. Symptomsprache: Sprachstörung.


Bei nicht bewältigten, unverstoffwechselten Gefühlen: Herzprobleme.


Bei Mißbrauch: Brustkrebs, Endometriose. Bei letzterem Symptom wachsen Gebärmutterzellen (z.B.) im Darm. Die Seele sagt also: „Du hast ein Thema mit der Weiblichkeit und das sollte verstoffwechselt werden.“

Klarer geht es fast nicht.


In der Form der Analogie spricht sie auch über unsere „Psyche“. Dann sagt sie nicht über den Körper etwas, sondern über Gefühle, Blockaden, Denkmuster, Wertungen, Komplexe, usw.


Und in ihren „einfachen Themen“ verwendet sie zum Beispiel Träume, um ihre Anliegen zu präsentieren.

Man kann ihre Symptomsprache als Ergebnis seelischer Selbstdiagnose begreifen. Wir bekommen die Ergebnisse erlebbar mitgeteilt. So ergibt sich die Frage, wieviel von Ihrem Leben eigentlich Symptomsprache ist…

Manchmal bleibt nicht mehr Raum, um zu Leben. Es ist ein (die eigenen Geschichte) Überleben.


Symbolsprache als Dialog


Und nun wird es spannend.

Die analoge Sprache der Seele lädt uns nämlich zu einer Antwort ein.

Es ist per se kein Monolog.


Wir können antworten. Sagen, dass wir verstanden haben, sagen, dass wir uns kümmern…

Wir müssen nur eine Analogie finden, die unsere Botschaft durch ein Gleichnis ausdrückt.

Dafür gibt es die Rituale, wie die Schwitzhütte, das Maskenritual, usw.


Und auch der Antwort liegt die Erlebbarkeit zu Grunde.

Dies meint: Wir (er)leben die Antwort.


Dafür gibt es die Mythen. Sie sind Analogien, beschreiben die Seele und ihre Teile in verschiedenen Lebenssituationen. Ein guter Schwitzhüttenmedizinmensch bringt eine Mythe in der Schwitzhütte in die Erlebbarkeit, die Fühlbarkeit. Und damit fühlt man sich und erkennt so wo man steht, und damit bewegt man sich, sagen wir in die eigene Größe. So antworten wir.


Auch in der Visionssuche geben wir eine Antwort, sprechen mit der Seele: Wir leben unsere eigene Mythe.


Fast jede schamanische Arbeit beruht auf Analogien. Die Anderswelt, in die ein Schamane reist, z.B. um Seelenanteile zurückzubringen, ist eine Analogie zu dieser Realität.


Die Dialoge mit der Seele können sehr tief gehen.

In ihrem Kern wohnt Bewußtsein und Weisheit.

Und daraus könnte man sich auch führen lassen…


Einen besseren Scout für das Leben gibt es nicht.

Symbolbild für die Symptomsprache der SeeleDie Sprache der SeeleSymbolbild für Sprache, AustauschSprache verstehen