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Indianerpfad


Ethnomedizin: Die Medizin der Naturvölker für Seele und Leben

SEELE UND CHARAKTER


Der Mensch wird im Grunde mit allen Eigenschaften und Potentialen geboren, die er für ein erfülltes Leben benötigt.

Einige sind willkommen, andere nicht.

Manche werden abgelehnt oder bestraft (wie z.B. Wut), oder tabuisiert (wie z.B. Sexualität). Andere werden gefördert oder belohnt…

In der Charakterisierung des Menschen geht alle potenzielle Vielheit durch den Filter der Erziehung.

Es wird ein Raster durchlaufen, das aus familiären, kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Ansichten besteht.

Wie ein Filter für seelische Potentiale wirken auch traumatische Erfahrungen.

Der Mensch verliert also Eigenschaften und Fähigkeiten auf dem Weg durch das Leben. Gerade in jungen Jahren ist dies sehr prägend. Es sind Verluste von Verbindungen zu wesentlichen Aspekten des Eigenen. Diese Formen von inneren Dissoziationen erfahren Ergänzung durch übernommene Verhaltensweisen, Glaubensmuster und Denkweisen.

All dies ist der Charakter: (griechisch) das Geprägte.


Hier geht es also nicht um einen guten oder schlechten Charakter – eine gute oder schlechte Prägung.


Das Geprägte ist ungleich dem Erschafften


Im Sinne der Seele stellt jede Form von Charakterisierung einen Verlust da.

Der Mensch ist zudem mit seiner Prägung identifiziert. Eine So-bin-ich-Vorstellung ist meist eher eine Erklärung über die Auswirkungen der Prägungen, als dass sie das eigentliche Wesen beschreiben könnte. Es hat sich schliesslich nie wirklich entfalten dürfen.


Aus den überlebten Fragmenten wird die Identifikation gewonnen. Dies macht eine Veränderung auf sozialen oder psychischen Ebenen schwierig, da jede Maßnahme (für die Identität) existenziell bedrohlich wirkt, und somit innere erhaltende Kräfte wirksam werden.


Man könnte auch sagen: Der Mensch hält eisern am Glauben fest, er sei sein Charakter.


Innerhalb der Charakterisierung kommt es ebenso zu Konflikten, wie mit der Aussenwelt.

DIE AUSWIRKUNGEN DER CHARAKTERBILDUNG AUF DIE SEELE


Wie bereits ausgeführt kommt die Seele als ein Ganzes mit vielen verschiedenen Anteilen ‚auf die Welt‘. Diese stehen für die Potentiale und die Fähigkeiten, die ein Mensch ganz natürlich besitzt.


Die Charakterbildung hat starke Einflüsse auf die seelischen Anteile.

Es kommt zu Dissoziationen, also zu Abspaltungen von Seelenanteilen, wie etwa des Urvertrauens oder der Wehrhaftigkeit. Es entstehen Verbindungen, beispielsweise zwischen der Angst und dem Verstand. Seelenanteile werden in ihrer Funktion umgewidmet, da ist die Angst zu nennen, die einen Schutzauftrag übernehmen soll. Und es gibt auch Anteile, die durch die Charakterbildung gestärkt werden.

Dies stellt eine Anpassung dar, die den Wechsel in den Überlebensmodus ausmacht.


Die Seele hat also ihre Ganzheit und ihren natürlichen Zustand verloren. Das ist der Preis des Überlebens. Die Auswirkungen auf das Seelische gehen mit dem Verlust ihrer natürlichen strukturellen Integrität einher. Die Seele verliert ihre Ausgewogenheit, ihre Balance.

DIE SEELISCHEN SYMPTOME AUS DER CHARAKTERBILDUNG


Die Seele symptomatisiert den Zustand der betroffenen Seelenanteile im Sinne einer Analogie auf Psyche und Körper.


Die einfachste Symptomsprache der Seele liegt in ihrem Ausdruck auf der Ebene des Verhaltens. Hier erkennen wir in Blockaden, dass Seelenanteile nicht gelebt werden können. Und offensichtlich sind auch Überlebensmodi, die sich beispielsweise in einem übertriebenen Egoverhalten, oder auch in Gefühlskälte und Vermeidungsstrategien ausdrücken.


Dissoziierte Seelenanteile sind nicht einfach weg, wenn sie nicht gelebt werden. Wenn etwa Wut prägungsbedingt abgespalten und unterdrückt wird, dann ist sie dennoch mit ihrer starken Energie vorhanden, darf nur nicht Teil des Lebens sein. Die Seele würde dies irgendwann beispielsweise in einem Magengeschwür symptomatisieren.

DIE FORMEN DER SEELISCHEN SPRACHE

Zwei Elemente tragen die Formen: Erlebbarkeit und Analogie.

Die Sprache der Seele kennt keine Regeln, wie zum Beispiel die Grammatik, und sie kennt auch keine Wörter. Es gilt nicht zu dolmetschen, sondern darum zu erkennen das sie spricht und zu verstehen was sie „sagt“.

Die seelische Sprache bedient sich der Analogien, also der Gleichnisse. Und sie symptomatisiert direkt in das Überleben hinein. Sie schreibt auf einem Papier, das das Leben ist, in einer Schrift, die wir fühlen, eine Geschichte, die uns informiert. (Analogien sind uns nicht fremd, die Welt der Kunst bedient sich ihrer, und auch die Bibel).

In gewisser Weise spiegelt sie damit unsere notleidenden Seelenanteile. Sie sagt also: „Hallo! Hier solltest du dich mal kümmern!“

Keine Kausalität!


Wichtig ist auch zu verstehen, dass die Seele nicht kausal „tickt“.

Kausalität ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Wenn „A“ „B“ erzeugt ist „A“ die Ursache von „B“. Und man könnte rückschließen: Wenn „B“ so ist wie es ist muss „A“ geschehen sein. Und das stimmt hier eben nicht. Man kann also im Fall Schwerhörigkeit nicht auf eine Ohrfeige schließen. Wohl aber auf eine passive Abwehrreaktion - von ???

Ich kann nicht sagen: Wenn der Klient Dies und Das erlebt hat, muss diese Krankheit entstehen.

Oder: Wenn er diese Krankheit hat muss Dies oder Das geschehen sein.

Kausalität ist ein tragendes, ordnendes Element der Wissenschaft. Es wird nach dem Warum? gesucht, der Ursache. Und wenn man die findet, sagen wir die Schwerkraft, (Newton fiel ein Apfel auf den Kopf), dann muss das immer gelten. Also: Äpfel fallen immer runter, nie hoch. Die Richtigkeit wird also durch Wiederholbarkeit bewiesen, (oder widerlegt). Und mit diesem Regularium kann man wissenschaftlich die Seele nicht verstehen. Und damit die Heilmethoden auch nicht.


DIE ANALOGE SPRACHE DER SEELE


Beispiele:

Man hat jemandem als Kind den Mund verboten. Symptomsprache: Sprachstörung.

Bei nicht bewältigten, unverstoffwechselten Gefühlen: Herzprobleme.

Bei Missbrauch: Brustkrebs, Endometriose. Bei letzterem Symptom wachsen Gebärmutterzellen (z.B.) im Darm. Die Seele sagt also: „Du hast ein Thema mit der Weiblichkeit und das sollte verstoffwechselt werden.“

Klarer geht es fast nicht.


In der Form der Analogie spricht sie auch über unsere „Psyche“. Dann sagt sie nicht über den Körper etwas, sondern über Gefühle, Blockaden, Denkmuster, Wertungen, Komplexe, usw.


Und in ihren „einfachen Themen“ verwendet sie zum Beispiel Träume, um ihre Anliegen zu präsentieren.


Man kann ihre Symptomsprache als Ergebnis seelischer Selbstdiagnose begreifen. Wir bekommen die Ergebnisse erlebbar mitgeteilt. So ergibt sich die Frage, wieviel von Ihrem Leben eigentlich Symptomsprache ist…


Manchmal bleibt nicht mehr Raum, um zu Leben. Es ist ein (die eigene Geschichte) Überleben.

WIE SYMPTOMATISIERT DIE SEELE?

Die seelische Symptomsprache findet auf den Ebenen des Verstandes, des Herzens (Gefühle) und des Körpers Ausdruck. Beispielsweise kommt es im Geistigen zu Depressionen, Gedankenkarussells, Mangeldenken, Schlafstörungen, Demenz… Dies geht bis in die psychischen Erkrankungen wie Klaustrophobie, Schizophrenie, usw.

Auch die Bereiche der Gefühle werden seelisch genutzt, um Botschaften oder seelische Anliegen zu transportieren, etwa über Ängste oder auch Aggressionen. Auch Gefühlsdefizite (man spürt sich nicht) sind ein Teil ihrer Sprache.


Wenn die Seele mit diesen Botschaften nicht verstanden wird bleibt nur noch der Körper als Symptomträger. Man nennt es Krankheit.

Charakter - Das Geprägte

SEELE UND CHARAKTER

Symbol für Seele und CharakterSymptom ErstarrungDas innere Kind