Indianerpfad

Ethnomedizin - Naturspiritualität

 

Man halte Abstand vor solchen, die erwarten, dass Ritual und TeilnehmerInnen ihnen,
ihrem Status oder Ego zu dienen haben.
Diese Menschen tragen keine Medizin, denn sie leben keine.

Einige Wicasa Wakan verstehen sich (auch) als Hüter der Traditionen.
Dies ist für alle fruchtbar, wenn es die Weitergabe des Feuers darstellt und nicht das Hüten der Asche!
Der große Medizinmann und Mensch Archie Fire Lame Deer über den Wicasa Wakan:
'Ich bin ein Medizinmann, ein Wicasa Wakan.
Medizinmann das ist ein Wort, das die Weißen erfunden haben. Ich wünschte, es gäbe ein besseres Wort, um auszudrücken, was "Medizinmann" für uns bedeutet, aber ich finde keines und du auch nicht, und so müssen wir uns wohl damit zufrieden geben.

Ein Wicasa Wakan muss viel und oft mit sich allein sein. Er will weg von der Menge, weg von den kleinen, alltäglichen Dingen. Er liebt es zu meditieren, sich an einen Baum oder an einen Felsen zu lehnen und zu fühlen, wie sich die Erde unter ihm bewegt und wie über ihm das Gewicht des weiten flammenden Himmels lastet.
Wie wird man Wicasa Wakan?

Es ist nicht möglich, eine Schule zu besuchen, oder eine Ausbildung zu beginnen, die zu diesem 'Ziel' führt.
Zum Wicasa Wakan werden Menschen berufen, die bereits eine Medizin tragen.
Das Erleben einer großen Vision initiiert den Wachstumsprozess zum Wicasa Wakan. Das stete Üben in den schamanischen Tugenden stellt die Grundlage für ein Erlernen und Vertiefen des Dienens dar.
Schwitzhütten, Visionssuchen und der Sonnentanz lehren Hingabe und das Vertrauen in ein Geführtsein.
Dies ist ein langer, intensiver und tiefer Prozess, der einer starken Wandlungsbereitschaft des Wachsenden bedarf.

Dieser Initiationsprozeß mündet in eine weitere Form der Berufung, diesmal durch Andere, die den Initianten um ein Ritual bitten. Das Vertrauen in den/die Wicasa Wakan und der Wunsch anderer Menschen nach seiner Medizin lädt den Medizinmenschen ein zu Dienen. Das folgende Ritual ist eine (weitere) Prüfung.
Wir hätten Ärzte, die zum Heilen berufen sind und nicht zum Geldverdienen, Politiker, die dem Volk dienen und nicht sich selbst, und Richter, die gerecht wären...

Es ist an der Zeit, einen gewaltigen Schritt zu uns selbst zu machen, in dem wir alle Autorität in uns leben, die zu uns gehört. Wir sind verantwortlich, wir geben Antwort. Dies ist im engeren Wortsinne gemeint. Antworten geben wir, in dem wir sie leben. Dies ist Verantwortlichkeit.
Die Sprache, in der wir zu unserer Seele sprechen ist das Buch des Lebens, das wir schreiben: Das Buch der Seele.

Bei ihrem Wachstum unterstützt der Wicasa Wakan mit Ritual, Zeremonie und Gespräch.
Medizinmenschen.

Heyoka.

Yuwipi.

Wayatan.

Peyuta Wicasa.

Wicasa Wakan.

Winkte.

Schamane.

Amanita.

Trommelmythe.

Peruanische Mesa.

Tradition.

Wörterbuch.

Ethnomedizin
Themen
Mensch - Natur.Die Seele.Ethnomedizin.Ausbildung.Seminare.Information - Kontakt.
Alle Wicasa Wakan, die ich kenne, leben in ihrer Arbeit neben aller Medizin noch weitere Qualitäten, die ebenso wirksam werden: Es ist das Wissen der Persönlichkeit um eigene individuelle Stärken, seien es eine besondere Einfühlsamkeit, ein gutes rethorisches Talent, die Präsenz von innerer Ruhe und Mittigkeit, usw.

Die Herausforderung der Wicasa Wakan besteht in der Kunst, sich selbst nicht durch die Medizin zu definieren, sondern sich auch in einem gesunden privaten Teil des Lebens zu finden. Nur der Mensch, der sich selbst lebt, ganz privat und ohne alle Medizin, kann auch Medizin tragen. Wer um die Intensität einer Arbeit in dieser Form weiß, versteht, dass Ruhephasen und der Rückzug in das Private notwendig sind.
Die, die Medizin tragen

Wicasa Wakan
Der Wicasa Wakan unterstützt eine elementare Aufgabe der Seele:
Ihr Streben nach Wachstum. Diese seelische Kraft ist sehr stark.
Sie führt im Leben immer wieder zu Situationen, an denen wir uns entwickeln können.
Eine Medizin geht wieder verloren, wenn sie nicht gelebt wird.
Dies muss nicht allein ein Mangel an Gelegenheit sein. Manchmal verlieren Medizinleute auch ihre Medizin, wenn sie Rituale geben, aber nicht leben.
Ein Medizinmensch, der meint, er würde handeln, statt sich führen zu lassen, der denkt, er sei der Handwerker und nicht das Werkzeug, der sein Ego über alles stellt, der sich hofieren und bewundern läßt, wird früher oder später alle Anbindung an die Schöpfung verlieren. Mit seinem Ego nährt er das Falsche. Bescheidenheit ist die Tugend, die bei der Leitung (eines Rituals) das Dienen höher stellt, als die Führerschaft hierin.

Es ist eine Gnade, der Schöpfung dienen zu dürfen.
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