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Indianerpfad

 

Ethnomedizin

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S
Salbei - Salvia officinalis spec., in allen vorkommenden Ländern kulturell bekanntes Heilmittel. Im schamanischen Sinne wichtige Deva zu diagnostischen und reinigenden Zwecken.

Samhain - auch Samain und ähnl. Schreibweisen. Keltogermanische Gott, der gemeinsam mit
Morgane vom Neumond Ende Oktober/Anfang November bis zu Brighid herrscht.

Seele - höchster, unsterblicher Teil des Menschen. Im Innenleben sollte die S. ’die Krone aufhaben’, und nicht der Verstand oder die Überlebensmechanismen. Gliedert sich in
Tonal und Nagual. Mehr.

Seelenanteile - Segmente der
Seele. Können durch traumatische Situationen verloren gehen. Mit verlorenen S. gehen immer auch Potentiale der Persönlichkeit des Menschen. Die Seele erleidet einen Mangel an Entwicklungsfähigkei und drückt eine Unvollständigkeit symptomsprachlich aus, sie seelomatisiert. Ethnomed. Arbeit beinhaltet die Rückholung von Seeleanteilen (etc), ggf. auch eine Aufstellung der Seele, wenn vorhandene Seelenanteile dissonant sind.
Im weisen Volksmund ist das Wissen um Seelenanteile und -verluste u.a. in der Redewendung ‚dem hat man die Seele aus dem Leib geprügelt’ noch enthalten.

Seelenverwandschaft - Nähe (Vertrautheit) zweier Seelen aus gemeinsamem Wachstum in früheren Leben. Wird häufig über- oder falsch bewertet. S. sagt etwas über die alten Leben aus, nicht über dieses oder künftige. Siehe auch
Clan.

Seelosomatik - Analoge Sprache der Seele in Notwendigkeit. Meist auf körperlicher und/oder geistiger Ebene. Im ethnomed. Sinne symptomatisiert die Seele im Herz, im Verstand und im Körper. Dies findet Ausdruck in Krankheiten, Blockaden, Süchten, Kompensationen, Gewalt, etc. Der Ausdruck d. Seelesomatik ist die
Symptomsprache der Seele.

Sekte - Hierarchisch organisierte enge Gruppierung mit alleinigem Weisheitsanspruch zu Gott und der Welt. Konditionierung der Mitglieder in diesem Sinne, Missioniererei, Radikalität. Abgrenzung zu Andersdenkenden und -gläubigen. Sich einer Sekte anzuschließen ist der sicherste Weg, sich auf seinem eigenen zu verirren. Die gesuchte Führung kann nur aus der eigenen Seele kommen.

Selbsttötung (und Versuch) - ein No-Go! Ausdruck höchster seelischer Not und
Dissonanz. Für die Seele unverständlich, da das ihrer Natur widerspricht. Das Leben, vor dem man da meint zu fliehen, beginnt in der nächsten Inkarnation erneut. Mitunter geht das schon viele Leben so. Selbsttötung ist also kein (Aus)Weg. Medizinleute helfen, den eigenen Lebens-Weg zu finden. Der Begriff ‚Selbstmord’ ist nicht richtig, weder juristisch noch faktisch ist dies ein Mord.

Selbstvertrauen - das Vertrauen in sich selbst: ist nicht gegeben oder nicht, sondern eine Frage der Ganzheit des Selbst, dem da vertraut werden mag und seiner Möglichkeiten sich in möglichst artgerechten Räumen zu entwickeln. (Am PC oder dem Fernseher entwickelt sich kein Vertrauen in’s Selbst, es verwickelt sich). Siehe auch
Vertrauen.

Selma - Große, kleine, junge, alte Schwester. Unverwüstlich. Jede/r sollte eine zur Freundin haben. C.

Sexualität - In der naturspirituellen Betrachtung ist S. etwas völlig normales, da vom Schöpfer so gewollt.
In Sexualität od. Lust etwas Sündiges, Schuldbehaftetes (etc) zu sehen ist i.d.S. blasphemisch, denn eine derartige Haltung lehnt ja eine gottgewollte Eigenschaft des Menschen und etwas Schönes und Tiefes (‚Liebe-machen’) ab, bzw. dogmatisiert, kontrolliert, pervertiert dieses göttliche Geschenk. Aus der radikalen Ablehnung dessen (Zöllibat) resultieren
kompensativ zahlreiche Kinds- und Jugendmißbrauchsfälle. Das ist sicher weder Gott-gewollt, noch seelisch gesund.

Sicherheit - Nichts ist sicher. Sie könnten auch morgen sterben und übermorgen könnte die Welt untergehen. Kein Weltbild ist sicher, keine Wissenschaft. Streben nach S. ist ein Anliegen des modernen Menschen in einer sich zu schnell entwickelten Welt, in der er sich selbst nicht findet. Das angst-begründete Streben nach Überschaubarkeit ist Ausdruck eigener Unsicherheit. Siehe
Vertrauen.

Signatur - seelische. Vergleichbar mit Fingerabdruck. Gefühlsinformation des Musters der individuellen Einzigartigkeit der Seele.

Sinne - Wahrnehmungsportale. Es gibt gesellschaftlich anerkannte (Sinnesorgane) und nicht anerkannte wie z. B. das Herz, die Seele, die Traumpotentiale, der Un-Sinn. Im altgermanischen bedeutete Sinn auch Reise, Gang, Weg(!).

Sioux - sprich: Sssuuh. Stammesfamilie u.a. der Dakota, Lakota mit hoher Spiritualität, Mythologie und Medizin.

Große Medizinmänner wie Archie Fire Lame Deer, den Crow Dogs und andere wurden über ihre Region hinaus bekannt.

Der Begriff Siox ist eine Kurzform der ursprünglich französischen (Händler/Trapper) Bezeichnung  des Stammes.  

 

Sonnentanz - Hohes, heiliges Ritual der Sioux mit Schwitzhütten, Tänzen, heiligen Liedern und Opfern.

Spirit - Geist. Eine andersweltliche Lebensform in geistiger Präsenz.

Standpunkt - Ort, an dem man auf seinem Lebensweg innehält, quasi ‚stehen bleibt’, um sich zu orientieren und die nächsten Schritte zu sehen. Standpunktfindungen werden begleitet durch Ritualistik, Visionssuche, Schwitzhütte. Eine kraftvolle Standpunktdefinition ist eine Erklärung. Das Verharren auf einem Standpunkt ist wider die seelische Natur, da es Wachstum verhindert. Es ist ein jeder Standpunkt wieder zu verlassen, um den Lebensweg weiter zu gehen. Er verbleibt lediglich als Orientierung.

Sterbebegleitung - schamanisch. Begleitung eines Sterbenden in würdevoller, die Seele und ihre Bedürfnisse annehmenden Weise.

Stimmigkeit - Ein Gefühl, ein harmonischer Klang von Realität. (Ein absolutes Lieblingswort, eichend. C.)
Beinhaltet den Auftrag in einer wirksamen Realität zu leben und zu handeln, gerade in einer Medizin.
In Stimmigkeit mit sich selbst eine Beziehung zu leben, eine Liebe, einen Elternschaft, einen Auftrag, einen Beruf... ist die beste Wachstumsgrundlage und stete Übung.

Es geht um die Stimmigkeit zwischen den Personen, und in ihnen selbst. Ist es stimmig für das Herz, den Verstand... Stimmigkeit ist ein Dialog.
In einem Ritual geht es um die Stimmigkeit in der gelebten spirituellen Tradition, wie im Sinne der zu begleitenden Menschen. In der Einzelarbeit erfühlt man die wirksame S. zwischen Handelndem und Klient, seinem Anliegen und des für ihn möglichen Heilungsweges und entwickelt auf dieser, für beide wahrnehmbaren Realität die Möglichkeiten zu Wachstum und Heilung.
Stimmigkeit zur Schöpfung, in der man lebt, zu empfinden ist ein stetes Üben der Medizinleute.

Storl, Wolf-Dieter - Einer der besten Kenner der grünen Welt, Forscher, Kräutermedizinmann, Autor (z. B. ‚Pflanzen der Kelten’). Ist der einzigste Mensch, bei dem ich keinen Schluckauf bekäme, wenn er sich Druide nennen würde. C.

Süßgras - Süßlich duftendes Gras, europäische Form: Mariengras. Lame Deer sagte über das Süßgras: ‚Die Spirits lieben diesen Duft’.

Symbolsprache - Kommunikationsmittel der Seele, sich in Träumen auszudrücken.
Analog. Auch schamanische Reisen werden in einer Symbolsprache erlebt. Rituale drücken oft symbolsprachlich Inhalte aus.

Symptomsprache, seelisch - seelosomatischer Ausdruck einer Notwendigkeit auf den Ebenen Herz (Gefühl), Verstand und Körper. Im ethnomedizinischen Sinn ist jede Krankheit analoger Ausdruck einer seelischen Bruchstückhaftigkeit und/oder seelischen Dissonanz.

Sch
SchamaneIn - Seelenheiler. Mehr.

School of Shamanic Healing Arts - Ethnomedizinische Ausbildungsreihe im Indianerpfad. Info.

Schlaf - Seinszustand, der etwa 1/3 des Lebens einnimmt. In ihm regeneriert der Mensch körperlich, geistig, und im Herzen so gut wie möglich. Die Seele bemüht sich um Integration des Erlebten und nutzt Träume (Reisen), um so an schlafbewußte Teile des Ichs symbolsprachliche Botschaften zu senden, die wir in dieser Kultur nicht lernen zu verstehen. So verpassen wir Wahrnehmung und Erkenntnis. Bei einem träumenden Menschen reist ein Teil seiner Seele schamanisch.
Schlaf ist ein guter Heiler. Der gesündeste Schlaf findet sein Ende selbst.

Schluckauf - Bauchtonale Reaktion auf
Dissonanzen.

Schneemonster - Lehrer einer geschätzten Medizinfrau.

Schokolade - (Kakao) - hohe
Deva, weiblich, sexuell. Wird oft kompensativ gefuttert.

Schuld - Häufig benutztes Machtmittel der Unterdrückung, gerade auch spirituell - kirchlich, oder in Beziehungen. Schuldzuweisungen und der Kampf darum, wer was schuld ist und schuldet sind desktruktiv und führen selten zu wirklichem seelischen Wachstum miteinander. Siehe auch
Recht.

Schwarzmagier - bedauernswert verirrte Menschen, die sich selbst größeren Schaden zufügen, als anderen. (
Karma). Sind selbst seelisch bruchstückhaft, daher unbewußt ‚magisch’ auf der Suche, sich Sehnen nach Macht, um der Ohnmacht der seelischen Erkrankung zu entfliehen. Angst macht angreifbar. Hin und wieder haben Medizinmenschen mit den Auswirkungen schwarzmagischer Arbeit an Klienten zu tun. Schamanisch lösbar.

Schwitzhütte - siehe
Inipi.

T
Tabak - heilige Pflanze und
Deva, wirkt lösend.

Tacitus - römischer Schriftsteller, der gerne zitiert wird, wenn es um das Keltentum geht. War nie in keltischen Siedlungsräumen und hat ordentlich phantasiert und interpretiert. Römischer Karl May.

Teufel - kirchliche Erfindung (durch päpstliche Verbannung eines Engels) zur Unterdrückung des Menschen. Machtmittel: Angst. Personifizierung ‚des Bösen’. Hat eine ‚Existenz’ lediglich im Glauben.

Thymian - liebstes Küchenkraut, vital.

Tinitus - chronisch: Signal der Seele in hoher Frequenz und Dringlichkeit, das nicht verstanden wird. Aufforderung, sich um verlorene Anteile zu kümmern. Auch bei Medizinmenschen tauchen ‚Ohrgeräusche’ auf, sie sind ein wahrnehmbares Signal aus den Anderswelten.

Tod - Gevatter Tod. Aus zahlreichen deutschsprachigen Mythen beschriebene ‚Figur’. Der Tod wird in unserer Gesellschaft heute stark tabuisiert, ist aber doch ein Teil des Lebens. Auch die Natur geht im Winter in den Tod (aller Fruchtbarkeit), um im Frühling wiedergeboren zu werden. Mit Gevatter Tod arbeiten naturspirituelle Begleiter im Sinne eines Sterberituals.

Tonal - Tonale Seelenanteile sind körpergebundene Teile (Organe, Organgruppen, Körperteile,...) der Seele. Sie können im Grunde nicht verloren gehen, es sei denn durch Amputationen, Organentnahmen oder Transplantationen. Da dies meist nicht schamanisch begleitet wird kommt es zu sich verlagernden Symptomatiken, Phantomschmerzen und Abstossungsreaktionen. Heilarbeit.

Traum - Nächtliche Verarbeitung von Wacherlebnissen. Einen T. kann man auch schamanische Reise betrachten, die ein Teil von uns nachts unternimmt, um Antworten auf drängende Fragen, Hinweise und Einblicke zu gewinnen. Träume sind symbolsprachliche Hinweise der Seele, ein Wahrnehmungsorgan.
Sie werden verunreinigt durch die dringenden Verarbeitungsanliegen zu vieler medialer Eindrücke (PC, Fernsehen...). In Träumen arbeitet der/die Wayatan ethnomedizinisch. Siehe auch
Schlaf.

Trauma - traumatische Erfahrung. Gewalt, sexueller Mißbrauch, Leid usw kann zu t. Erlebnissen führen. Die Intensität des Traumas liegt im Empfinden des Menschen.
Seelenanteile gehen verloren.
 

Transpersonal - t. Seelenanteile, die einem anderen (nahestehenden) Menschen übertragen werden. Häufig Generationenerbe; Kompatibilität entscheidet über Akzeptanz bzw. Abstossungsreaktionen (in Form von z. B. Krebs, MS, ALS, Allergien, Neurodermitis, Depressionen...). Schleichender Verlust eigener Seelenanteile. Die eigene Berufung zu finden wird erschwert, bzw. unmöglich. Innere Konflikte. Schamanisch und durch Arbeiten an der eigenen Individualität lösbar.


Transplantation - Übertragung von Organen, schulmedinisch leider ohne Berücksichtigung des notwendigen seelischen Transfers, dadurch Abstossungsreaktionen, Persönlichkeitsveränderungen, Folgeerkrankungen. Eher männliche ‚KFZ-Mechaniker-Methode’ mit Ersatzteillager. Durch schaman. unbegleitete T. werden seelische Mischwesen hergestellt. Frankenstein läßt grüßen. Siehe
Tonal, Organspende. Aber auch: Oft einzigste Überlebensmöglichkeit für eine Vielzahl von kranken Menschen.

Trommel - Reisemittel des schamanisch tätigen Menschen. Instrument, um Resonanzarbeit zu leisten. Mehr dazu: Trommelmythe, Trommelarbeit.
 

Tugend - Wert, an dem man sich übend wächst. Im Gegensatz zum religiösen Gebot oder Verbot beinhaltet das Wachstum an T. nicht den Zwang (unter Androhung von Strafe - Sünde!) zur Erfüllung und die Erwartung von Unterwürfigkeit unter die Regeln. Tugenden dienen der Orientierung, sich darin zu üben schafft Räume seelischen Wachstums. Die Tugenden der Medizinleute.

Kleines ethnomedizinisches Wörterbuch

 

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