

Indianerpfad
Ethnomedizin

Im Kreis des Jahres
Die Wintersonnenwende
21.-
In den längsten Nächten des Jahres endet der alte Zyklus -
Auch in den alten keltogermanischen Kulturen war dieser Moment bedeutsam. Man war sich nicht sicher, ob es eine neue Zeit geben würde, ein neues
Wachstum der Natur. Die Zeit zu wenden war eine wichtige Aufgabe der Menschen, die durch Druiden und weise Frauen Unterstützung fanden.
Eine Aufgabe ist nicht nur ein Auftrag zu einer Handlung: Es gilt auch etwas aufzugeben, um sie zu erfüllen. Das alte Jahr ist aufzugeben, den alten Zyklus, das vergangene Erleben mit seinen Spuren.
Wie in der Natur auch gehen wir in dieser dunkelsten Zeit in den Rückzug, in die Dunkelheit der Schwitzhütte und in uns selbst.
In der kalten Zeit ist das vergangene Wachstum der Natur gestorben, die Bäume tragen keine Blätter mehr, keine Früchte und keine Blüten sind zu sehen. Aber doch liegt im Dunkel der Erde bereits der Same für das neue Wachstum, das geweckt werden mag.
So läßt die Natur in der alten Zeit das, was dort bleiben soll, und nimmt mit in den neuen Zyklus, was in der neuen Zeit wachsen darf und soll.
Es ist Zeitenwende.
Wir stehen in diesen Tagen kurz vor dem Ende des Jahres 2012. Für viele Menschen ist das neue Jahr verbunden mit den Prophezeiungen der Maya und ihrem Kalender. Auch aus dem Kreis der Menschen, die mit mir gehen, gibt es einige, die in Träumen und Visionen Bilder von einer Zukunft sahen, die nicht gerade erstrebenswert wäre.
Es endet nicht nur ein altes Jahr, sondern auch eine Epoche. Eine neue steht vor ihrem Beginn...
Und doch sind wir alle nicht Opfer der Zeit, sondern ihre Gestalter.
In der Wintersonnenwende wollen wir dies tun: nicht abwarten, sondern handeln!
Wir lassen im alten Jahr, was dort zu bleiben hat, befreien uns wie die Bäume von den alten Blättern, vom Verbrauchten. Wir entscheiden, was wir hinter uns lassen und was in der neuen Zeit keimender Same im neuen Leben sein soll.
Wir scheiden die Zeit.
Dabei unterstützt uns eine Schwitzhütte mit Geschichten, Trommel, alten Liedern und
ein Wintersonnwend-
Wir wenden die Zeit und gehen in die neue Epoche!
Informationen
Beginn am 21.12.,15 Uhr, Ende am 23.12., ca. 15 Uhr.
Seminargebühr: Euro 130,-
Seminarort: Schwarzwald
Begleitung: Christian Vogel




Wintersonnenwend-
Kalt ist es und der Schnee knarzt unter unseren Schritten, der Atem dampft. Schwitzhütte und Feuerstelle wollen vom Weiß befreit werden. 'Ob es wohl warm genug wird'? Eine verständliche Frage, angesichts der Minusgrade und des hart gefrorenen Bodens.
Die Feuerhüterin bleibt für sich.
Jeder hat Steine mitgebracht, die sie nun begrüßt, in aller Stille, mit der Trommel, ihrer Stimme...
8 für jede Runde, 4 Runden gibt es.
Die Anderen decken die Schwitzhütte ein und holen das Brennholz.
Wir gehen uns aufwärmen; die Feuerhüterin mag ungestört dem Feuer helfen, sich zu entfachen...
Der Winter wird körperlich so richtig bewußt, als wir barfuß vor der Schwitzhütte stehen, nur schnell hinein.
Die ersten Steine werden hereingereicht. Freudig begrüßen wir die rot glühenden Brocken, die für dieses Ritual und uns durch das Feuer gegangen sind. Bald schon geben sie ihre Hitze und ihre Kraft ab. Die Trommel ruft uns in den Moment, und so betrachten wir das vergangen Jahr. Manches will verabschiedet, entschuldigt, gewürdigt, geehrt werden...
Wir halten inne.
Loslassen kann weh tun, loslassen tut gut.
Und so, wie die Samen des neuen pflanzlichen Wachstums in der Erde liegen und auf das Frühjahr warten, werden auch wir uns unserer Samen bewußt, unserer Wachstumspotentiale, Wünsche, Träume...
So gehen wir in das neue Jahr.
