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Ethnomedizin - Naturspiritualität

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N

Nachrichten - Von uns unbekannten Menschen beabsichtigt ausgewählte Informationen, nach den man sich richten soll. Normophatisches Instrument. Siehe auch Fernsehen.

Nagual - Seelenanteile, die traumabedingt verloren gehen können. Info.

Nahrung - Uns nährt: Essen, Trinken, Liebe, Sexualität, Freundschaft, Spiritualität, Wachstum, Natur, Vertrauen,
Mitakuye Oyasin, das Leben...

Narr - Uns noch bekannte, dem Heyoka ähnliche Funktion in unseren früheren Gesellschaften, z. B. Hofnarr.

Nein - Fremdwort, da von Erziehenden in früher Kindheit geprägt und definiert, somit autoritätsbezogen.
(Wie oft sagen wir ‚nein’, obwohl wir es nicht so meinen?) Ein eigenes Nein! ist kraftvoll und schützt z. B. vor einer möglichen Verletzung der Würde eines Menschen. Vergleiche
‚Ja’.

Neugier - einzigst schöne Gier, stellt Offenheit in der eigenen Seele und im Leben her, sprengt die Grenzen des bisher Erlebten und führt in wachstumsfördernde Räume.

Niesen - im germanischen Sinn Selbstextraktion durch höhere Einwirkung, die zur Gesundheit! führt.

Normopatie - Die Prägung des Menschen durch seine persönliche Geschichte, Gesellschaft und Kultur, und seine Reaktionen auf den Anpassungsdruck, der seiner Seele nicht föderlich ist.
(Cat Stevens, Father and Son).

Normative Kräfte der Seele - Sie strebt stets nach Ganzheit, Heilung und Wachstum und versucht diese gesunden und ihr entsprechenden Eigenschaften zu leben. Je weiter ein Mensch von seiner Seele entfernt lebt, um so größer wird der normative Druck der Seele; dies äußert sich in der Symptomsprache der Seele.
Die normativen Kräfte können auch zum (körperlichen) Tod führen, über den sie ihre Ganzheit wieder herstellt. (Lieber ist ihr das Wachstum an der Erfahrung der Heilung!)

Notwendigkeit - Dringendes Anliegen der Seele, ihre Not zu wenden. Symbolsprachlich bringt die Seele ihre Not analog in den Raum der Erlebbarkeit des Menschen. Lösende Arbeit entwickelt die Wende und fokussiert nicht die Not.

O
Ooooh! Das Staunen, die Neugier, das frühkindliche Entdecken wollen, das sich immer wieder
neu finden, möge es jedem Menschen inne wohnen und ihn beflügeln zu Wachstum und Wundern.

Opfer - Opferrolle. Seelische Verluste oder starke Dissonanzen,
innerer Krieger untätig. Seelisches Symptom einer Ohn-Macht zur eigenen Heilung. Dualität und Resonanz mit dem Täter.

Organe, menschliche - Funktionsträger des Stoffwechsels und Überlebens des Menschen.
Aufgabengebundene
tonale Seelenanteile lassen sie entstehen (ab dem 4. Tag nach der Zeugung) und funktionieren.

Die seelischen Qualitäten der Tonale drücken analog Seelosomatik aus. (Aus der Sprachweisheit: Wut im Bauch, dem läuft die Galle über, bekomme keine Luft, wehtuendes Herz, es geht einem auf die Nieren, Kopfzerbrechen...).

Organentnahme - siehe auch
Tonal.

Organspende - Es gibt viele Argumente, die dafür sprechen, Organe zu spenden, z. B. das Leid der Nierenkranken. Wer auf einem Organspendeausweis ‚Organe und Gewebeteile’ freigibt läuft Gefahr völlig zerstückelt zu werden. Wert ca. 120.000 Euro. Der hierdurch fragmentierenden Seele ist es nicht möglich ‚zu gehen’. Siehe
Transplantation, Tonal.

Orgasmus - Höhepunkt des Gottesdienstes der sich liebenden Seelen.

P
Peyote - Heilige Deva, feststofflich ein Kaktus, überwiegend Mittelamerika. Der ‚Mescalito’ genannte Geist der Pflanze ist Verbündeter und Spirit der dortigen Medizinmenschen. Teil einer Religion. Psychoaktiv. Es wird dringend vor einer mißbräuchlichen Benutzung aus Neugier an Rauschzuständen gewarnt. Bedarf des rituellen, geführten Rahmens.

Politik - Das Wort besteht aus zwei Teilen. ‚’Poli(s)’ kommt aus dem Altgriechischen und ‚Tik’ ist ein einheimischer Begriff für ein blutsaugendes Insekt’. (Gore Vidal).

Portal - Durchgang, Tür. Portale verbinden unterschiedliche Realitäten bzw. Qualitäten. Portale werden bei schamanischen Reisen durchschritten, in Trance und Heilungsarbeit, usw. Aber auch eine Hochzeitszeremonie ist ein Portal: vorher und nachher sind anders. P. finden sich auch sehr zahlreich im menschlichen Körper, so z. B. der Trommelfell, Augen, Nase, Mund, Anus, aber auch Magenpförtner, im Herz, der Lunge und sämtliche Übergängen zwischen den Organen. P. sind auch in der Geomantie bekannt.

Potential, seelisches - Die Seele trägt in ihren Potentialen alle Möglichkeiten eines erfüllten Lebens,
und in ihren Verletzungen die Unmöglichkeiten der Persönlichkeit, sich auf entsprechendem Gebiet zu entwickeln. Die Befreiung, Zusammenführung und Entwicklung der Seelenanteile wird begleitet durch
Medizinmenschen.

Problem - Eines der Lieblingswörter in unserer Gesellschaft. Ein P. ist immer ‚schwer’, daran hat man zu tragen, ist oft nicht lösbar, und fast immer sind daran andere, meist Autoritäten, schuld...
Problembewußtsein ist die Fokussierung des Unmöglichen, bzw. Mühevollen.
Probleme sind relativ. Eine Frau in der Sahelzone hat ein Problem mit der Gefahr des Verhungerns ihres Kindes. Eine 13-Jährige aus Hamburg hat ein Pickelproblem... Siehe dazu auch:
Wachstumsaufgabe.

Promiskuität - Neigung zu vielen und häufig wechselnden sexuellen PartnernInnen. Steht den Freiheiten der Entwicklung einer tiefen Liebe entgegen. Oft Fluchtreflex, wenn aus einer sexuellen Beziehung Liebe zu werden ‚droht’.
Resonanz.

Psyche/Physis - medizinische Unterteilung, die den Menschen in seiner Gesamtheit unvollständig beschreibt. Ethnomed. Betrachtung:
Körper, Verstand, Herz, Seele.

Psychopharmaka - Moderne, legale Suchtmittel, selten therapeutisch sinnvoll, unterdrücken die Symptomsprache der Seele und verhindern so eine Arbeit an der Ursache, machen abhängig, Nebenwirkungen sind erheblich. P. sind ein dickes Geschäft der Pharmaindustrie. In Frankreich nimmt 1/3 der erwachsenen Bevölkerung regelmäßig P. An den Unis der USA sind bestimmte P. ‚in’, um besser lernen zu können. In Deutschland werden P. zunehmend Kindern unter dem Vorwand ADS gegeben, um ihre schulischen Leistungen zu heben. Vorsicht! Wer daran beteiligt ist (Industrie, Ärzte, Eltern!) macht sich schuldig an den Kindern, die so schon früh drogentrainiert werden und später Suchtproblematiken entwickeln.

PteSa(n)win - Weiße Büffelkalbfrau. Mehr als eine mythische Figur aus der reichen Geschichte der Sioux.
Die Büffelkalbfrau brachte die heiligen Rituale und die Medizin zu den Sioux. Ihr Gastgeschenk, eine aus einem Büffelkalbbeinknochen geschnitzte heilige Pfeife, existiert heute noch.

Pubertätsritual - Übergangsritual. Im Sinn der (alten) Jugendweihe. Hierin endet erlebbar die Kindheit, die Jugend beginnt. Dient der Seins- und Wegfindung im rasanten Wandel des jungen Lebens.

Q
Quest - Suche. Siehe Visonssuche.
 

R
Räuchern - Arbeiten mit Pflanzen
devas über deren Duft durch Verbrennen oder Verglühen von Pflanzenteilen zur Reinigung und diagnostischen Zwecken bei Menschen, Tieren, Räumen oder Plätzen.

Realität(en) - schwer zu definieren, nicht wahr?
Sicher ist mal, es gibt die ‚Eine Realität’, in der Alles enthalten ist - naturspirituell betrachtet ist dies in etwa ‚Gott’, die Schöpfung. Diese Realität suchen wir Menschen seit Urzeiten: Schamanisch, rituell, astronomisch, mathematisch, astrologisch, biologisch, atomar, philosopisch, meditativ...
Momentan sind die Wissenschaftler die, die uns Antwort geben sollen. Empfohlen: Der Film ‚Bleep’.

Von der ‚Einen Realität’ nehmen wir Menschen allerdings nur einen winzigen Bruchteil wahr: Es ist unsere eigene Realität.

Sie wird bestimmt durch die Eindrücke des Lebens, die durch die Prägungen des Menschen gefiltert im subjektiven Empfinden spürbar werden. Das ist oft ziemlich weit weg von dem, was wirklich alles ist. Der Mensch ist aber auch Schöpfer, und nicht nur Opfer, seiner eigenen Realitäten.
Die Öffnung der Sinne für und in der ‚Einen Realität’: das ist der alte, der schamanische Weg, um Antworten zu finden. Alles, was eine Wirkung zeigt, muss in einer Wirklichkeit geschehen, welcher auch immer. Schamanen arbeiten in Wirklichkeiten, die Teil der Einen-Realität sind. Die kollidiert oft mit den subjektiven eigenen Realitäten des unkundigen Menschen. Seelische und spirituelle Realitäten spürt man in
Stimmigkeit.

Recht - der Kampf um das Recht ist so alt wie die Menschheitsgeschichte, ob es um die Rechte konkurrierender Stämme oder Staaten geht, oder in zwischenmenschlichen Beziehungen Ausdruck im Kampf darum findet, wer nun (mehr) Recht hat.
Man höre auf, das Recht auf das Ich im Feindbild des Du zu suchen, man schaue ins Herz.
Recht sollte Richtigkeit pflegen und nicht subjektiv empfundene und/oder kulturell bedingte Gerechtigkeit. (Lateinisch: rectus = richtig; indogermanisch: regh = aufrichten). Unser Grundgesetz (Danke!) definiert sehr schöne, lebensbejahende Rechte, wie das auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit, der Unantastbarkeit der Würde des Menschen (hoher Anspruch für eine Gesellschaft!), und der spirituellen Freiheit.
Unabhängig(!) von allen staatlichen oder spirituellen Gesetzestexten hat der Mensch das Recht auf Wachstum, Heilung, Erkenntnis, zu Heilen(!) und zu allen Wegen, wie immer die Seele gehen mag.
Die einzigste Einschränkung der Rechte liegt in der Akzeptanz und Verantwortung des Individuums selbst.
Siehe
Freiheit, Authentizität, Schuld... Rechthaberei ist ein Kompensationsversuch.

Re-Inkarnation - Wiederkehr der Seele in ein neues Leben. Reinkarnation bedingt (min.) ein früheres Leben.

In keltogermanischen Kulturen war das Wissen um die Wanderung der Seele durch viele Leben weit verbreitet. Es wurden sogar Verträge zwischen Menschen abgeschlossen, die z. B. die Begleichung einer Schuld im nächsten Leben vorsahen. ‚Notare’ dieser Vereinbarungen waren Druiden, ihr Werkzeug hierzu der Schamanismus. Siehe auch Inkarnation.

Religion - Heimat für Gläubige. Auch unfreie und bevormundende Form der organisierten Spiritualität.
Eine jede R. ist eher menschlich geprägt, als göttlich. Die Mittlerrolle der ‚Geistlichen’ zwischen Mensch und dem Göttlichen ist unsinnig und machtorientiert: Ein jeder Mensch ist Kind der Schöpfung und hat seinen Zugang. Die hierarchischen Systeme sind wider Gottes Natur. Manche Religionen haben sich und den Menschen von Gott wegpervertiert: Hexenverbrennungen, der Genozid an der roten Rasse, bombende Selbstmörder, Radikalität, Feindbilder... ‚Religare’ (lateinisch) heißt sich zurückbinden (an Gott). Es ist keine Rückbindung nötig, da eine Einbindung in die Schöpfung immer da ist - sonst könnten wir nicht existieren. Schamanismus ist keine Religion.
Wahrer Glaube ist schön. Er sollte im Herzen in Liebe getragen werden und er braucht weder Religion,
noch (Ver)-Führer oder Feindbilder, um stark zu sein.

Resonanz - im ethnomed. Sinne seelische
analoge Reaktion, das Echo des Erlebens einer Situation durch die Seele eines Menschen. Emotionale Jetzt-Erlebnisse gehen in R. mit einer seelischen Verletzung aus der Geschichte des Menschen, wenn die Gefühlsqualität ähnlich schwingt. Wir wachsen in zwischenmenschlichen Resonanzen. Siehe Dualität. In ethnomed. Arbeit (z. B. Amanita) werden Resonanzfelder angeboten, die es der Seele ermöglichen an alte Verletzungen zu gelangen, um sie zu heilen. Resonanzmittel können sein: Medizingespräche, Trommelarbeit, Stimme, Klang, Berührung, Inipi, Ritualistik...
Oft ermöglicht Resonanzarbeit die Hinwendung der Seele zur Thematik und dadurch eine
Extraktion der seelischen Ungesundigkeit.

Respekt - R. muß man sich nicht verdienen, man sollte sich darin üben - sich selbst wie anderen Lebewesen gegenüber. R. gehört zu den Tugenden der Medizinleute.

Revier - menschliches Habitat. Der Mensch lebt revierbezogen. Er folgt dem genetisch programmierten Instinkt, dem Drang nach Zuhause, Nahrung, Schutz, soziale Bindungen und nach Aufgaben innerhalb eines Reviers, steckt er es ab, und markiert es (durch zwischenmenschliche Grenzziehungen, durch den Gartenzaun, am eigenen Arbeitsplatz...). Gruppenreviere werden durch Machtgehabe markiert, (es bedarf dazu der Egos der Mächtigen), durch Verträge gesichert, durch Kriege verteidigt und erweitert.
Die kleinste Einheit eines Reviers ist die eigene Wohnung. In den ständigen Revierkämpfen gibt es die Platzhirschen, die Emporkömmlinge, Neider und Eroberer. Und es gibt die, die ihr eigenes Revier so definieren, dass sie darin wachsen können. Letztendlich ist die gesamte Schöpfung ‚Revier’, aber das ist den meisten zu unüberschaubar. Gruppenreviere finden sich z. B. auch bei Fußballfans.

Revolution - ist, wenn Deine Wahl heißt: Ändere Dich, oder stirb! (Thomas L. Friedman)
Medizinleute begleiten eine u.U. notwendige R. bei Menschen, die an einer ggf. tödlichen Krankheit leiden. Diese Revolution ist ein Umsturz alter seelischer Strukturen, die den Boden für die Krankheit geben. Schamanische Ansätze: Rückholung von Seelenanteilen, scham. Aufstellung der Seele, etc.

Ritual - Ganzheitliche Handlung (
Körper, Verstand, Herz und Seele sind involviert) mit einer bestimmten Zielsetzung. Wird wirksam durch Stimmigkeit.

Ritualistik - Kunst ein Ritual zu gestalten und stimmig zu begleiten. Gute Ritualistik öffnet freie Räume, in denen die beteiligten Menschen durch intensives Er-Leben (an der Thematik des R.) heilen und/oder wachsen können. Schlechte R. schränkt den Menschen zu Funktionen ein, die meist der Egopflege der Ritualleiter dienen.


Rückzug - Recht und Pflicht eines jeden Menschen in bestimmten Situationen, sich ‚in seine Höhle zu begeben’ wie ein Bär, um Elemente seines Lebens zu erkennen, Wege und Gründe. Siehe auch
Muße.
Ein ritueller Rückzug i.d. Sinn ist die Visionssuche.


Runen - Kraftvolle Zeichen, Informationen und Symbole aus dem Druidentum, im engeren Sinn keine Schriftsprache. Es gibt über 50 verschiedene Runenalphabete. Runen waren/sind bekannt bei den Stämmen der Wikinger, Germanen, Kelten, Etrusker, etc. Verbreitung über ganz Europa. Aus den Runen entwickelten sich unsere Buchstaben = die in den Buchenstab geritzten Zeichen.

Kleines ethnomedizinisches Wörterbuch

 

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