Copyright © Alle Rechte vorbehalten by: Christian Vogel, Kall-Golbach

Impressum
 

 

Indianerpfad

 

Ethnomedizin

Home.Mensch und Natur.Seele.Schwitzhütte.Schamanismus.Ethnomedizin.Ausbildung.Seminare.Info-Kontakt.

U
Übung - Dies ist der Planet des Lernens. Und: Übung macht den Meister. (Hab ich diesen Satz gehaßt! C.)
Aber jeder eigene Anspruch, seelische Qualitäten und das Lebens selbst zu üben, sind offener und freier als jedes Ge- oder Verbot aus
normophatischen Zwängen. So gilt es sich z. B. in den Tugenden der ethnomedizinisch Handelnden zu üben- so gut wie und wann immer möglich.

Unsinn - Gesellschaftlich nicht anerkannter Sinn. Dient der besseren Wahrnehmung von Menschen, Sachverhalten, Problematiken und Aufgabenstellungen durch einen Perspektivwechsel in die Welt jenseits von Kausalität und Begründbarkeit. Siehe auch Heyoka,
Sinn(e).

V
Verantwortung - eine Antwort geben oder leben, eine Antwort sein, für eine bestimmte zu lösende Situation, eine
Krankheit, oder eine Aufgabe.

Verrücktheit, verrückt sein - Aus der eigenen Mitte herausgerückt (worden). In diesem Sinne sind beinahe alle Menschen in unserer Gesellschaft verrückt, denn kaum einer lebt sich selbst und lässt sich von seiner Seele führen.

Verstand - bemüht sich zu Verstehen, aber was kann er schon verstehen? Siehe
Realitäten.
Wenig verstandener (ist das nicht paradox?) Teil des Menschen, meist unsinnig verbildet, denkt nach (Vergangenheitsbezug), wird ‚programmiert’ durch
normophatische Zwänge. Häufig Unklarheiten des Menschen in den ‚Aufgabenbereichen’ von Herz und Verstand, dadurch Konflikte. Der Verstand sollte nicht der Chef sein, sondern die Seele. In der Arbeit der Medizinmenschen ist der Verstand als Träger von Konzentration, Willen und Ausrichtung involviert.

Versuch und Irrtum - Lernmethode, die eigentlich in die Kindheit gehört.

Vertrauen - sich trauen, eine Trauung. Vertrauen entsteht, wenn man sich traut. Vertrauen in einen neuen Weg entsteht durch Kennenlernen desselben und durch mutiges Gehen. Das in und zu einem Menschen wächst ebenso. V. in die Schöpfung zu entwickeln, die uns zeugte, trägt und nährt, ist der Selbstfindung und dem Selbstvertrauen dienlich. (
Visionssuche). ‚Gesundes Mißtrauen’ gibt es nicht, es ist immer ungesund.

vielleicht - das ist viel Leichtigkeit, vieles ist leicht, offen. Da sind die Möglichkeiten!

Vision - Direkte analoge seelische Sprache aus der Resonanz mit der Schöpfung, symbolsprachlich, erkenntnisreich, wegprägend, initiatorisch.

Visionssuche - Rückzug in die Natur in einem rituellen Rahmen aus Wunsch nach Erkenntnissen über sich selbst, Lebensweg und Berufung und/oder aus initiatorischen Gründen (z. B. Initiation zum Erwachsenen). Siehe dort.

Vorgeburtliches Leben - Unbekanntester Teil der eigenen Lebensgeschichte. Beginnt seelisch vier Tage nach der Zeugung, endet mit der Geburt. Seelenverluste möglich. Mehr.

Vorstellung - Versuch des Verstandes, eine Situation oder Person zu definieren. Eine V. ist etwas, das man zwischen sich und die Realität stellt. Sie wird ihr niemals gerecht. Und dann ist man
enttäuscht, weil man es sich anders vorgestellt hatte... Sich vorstellen: Versuch Akzeptanz einer Person zu erlangen durch die Präsentation einer Vorstellung von sich, die gefallen könnte. Verhindert Authentizität.

W
Wachstum - seelisches. Stetes Anliegen der Seele, eines ihrer normativen Kräfte. Sie strebt nach Wachstum und möchte durch Erleben lernen. Hierzu sucht sich die Seele auch die Partner, Familie, Freunde, mit den gegenseitige Wachstumspotentiale bestehen. Siehe
Clan. In der Ritualistik werden Räume für persönliches Wachstum geschaffen. Seelisches Wachstum endet nicht.

Wachstumsaufgabe - Alternative Betrachtungsweise persönlicher Aufgaben (anstatt
Problem - siehe da).
Ein Mensch, der sich selbst für eine Wachstumsaufgabe entscheidet, die ihm das Leben stellt, geht anders an ein ‚Problem’ heran, als jemand, der sich demselben unterlegen, sich fremdbestimmt, oder ungerecht behandelt fühlt. Eine Wachstumsaufgabe anzunehmen ist aktiv, kreativ und führt zu einer besseren Situation als die, die man verließ. Siehe auch
Aufgabe.

Weg, der - den allgemein gültigen Erleuchtungsweg gibt es nicht.
Alle Seelenlebenswege sind individuell. Den Menschen in der Findung des eigenen zu unterstützen ist die Aufgabe der Medizinleute. Zur Wegfindung dienen Visionssuche, Schwitzhütten, etc. Zur Orientierung dient der
Standpunkt.

Weihrauch - Hochenergetischer Räucherstoff zur Weihung von Plätzen, Ritualgegenständen, etc, und zur Energetisierung von Menschen. Zuordnung: 7. Chakra. In der komplementären Onkologie wird W. zur Einnahme gegeben.

Wind - Lakota: Tate. Die Winde. Trägt die Luft zum Atmen, pflanzliche Samen, Klang, Namen und Gesang, vergißt nie, was einst erhört, trägt weit. Kraftvoll. Liebstes Reisemittel. C.
 

Wirklichkeit - Kaum jemand lebt darin... Unzählige Erklärungsmodelle (wissenschaftlich, kulturell, religiös, staatlich...) bieten dem Verstand Vorstellungen.

Vorstellungen entsprechen nie der Realität. Wirklichkeit ist das, was ist - ob menschlich oder technisch erkennbar, oder nicht. Medizinleute arbeiten auch in ‚anderen Wirklichkeiten’. Nur in einer Wirklichkeit kann eine Wirkung erzielt werden.


Wissenschaft - Das, was Wissen schaffen kann. Jede Wissenschaft ist auf der Suche nach Realität, ihre Weltbilddefinitionen sind stets Annahmen. Die moderne W. schränkt sich durch Fixiertheit auf Kausalitäten und Begründbarkeit selbst ein. Ethnomedizin ist eine Erfahrungswissenschaft. Sie arbeitet in kausalen, aber auch analogen Strukturen.

Wunder - warte nicht auf ein Wunder, sei selbst eins!

Wut - Gutes, kraftvolles Gefühl, trägt zerstörerische Qualitäten. Wut sollte auf die zu zerstörende innere unhaltbare Situation bezogen sein und nicht auf Menschen, die uns als Resonanzpartner dienen. Unterdrückte Wut geht autoaggressiv gegen den Menschen selbst vor und wird zu einer lebensverneinenden Energie, die Krankheiten Raum gibt, typisch ist Krebs. Sinnvolle Arbeit mit der Wut ist der Ausdruck derselben. Dies kann in einer Amanitasession unterstützt werden.

X
X - keltische Rune für Begegnung, Treffen, Beziehung.

Y
YumniWi - ist eine Existenz, ein Spirit aus der Schöpfungsmythe der Sioux, 12. Stab im Inipi. In der sich stets erneuernden Schöpfung bewegt YumniWi alles fortschreitend spiralig. Kraft, die in jedem Raum und Leben wirkt. Betrachte: Tiefdruckgebiete, Nabelschnur, Genstruktur, Galaxie... Mehr zu Schwitzhüttenspitits.

Z
Zähne - tragen Erinnerungen.

Zeit - relativ. Kein konstanter Fluss, multidimensional, different, in Formen. YumniWi ist die Kraft der Bewegung aller Zeit. Zeit ist subjektiv unterschiedlich wahrnehmbar (langsam: Kind wartet auf Weihnachten, schnell: Urlaub; rasend: Schockereignisse, Unfälle). Verlorene Seelenanteile sind in Nullzeiträumen.

Zoo - Ort des Kennenlernens fremder Mitgeschöpfe in Gefangenschaft. Auch: Ort faschistoider Betrachtungen des Menschen als Krone der Schöpfung hinab auf Tiere in voyeuristischer Absicht.

Zucker - Gewürz, das sparsam zu verwenden ist, kein Nahrungsmittel.
 


Zum Ende - hoffe ich hilfreich gewesen zu sein und vertraute Begriffe in Frage gestellt, ergänzt oder völlig anders betrachtet zu haben. Mag dies der Vielseitigkeit und dem Wachstum des Lesers gedient haben.

Wenn Ihnen ein Begriff fehlt: Bitte eine kurze Mail.
Sollte ich ihn im ethnomedizinischen Sinne definieren können werde ich mich daran üben.

Kleines ethnomedizinisches Wörterbuch

 

A bis D     E bis J     K bis M     N bis R     S bis T     U bis Z

Kleines ethnomedizinisches Wörterbuch

 

A bis D     E bis J     K bis M     N bis R     S bis T     U bis Z