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Indianerpfad

 

Ethnomedizin

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E
Ehe - siehe auch Heirat.

 

Ehre - aus dem Althochdeutschen ‚Era’: Ansehen, Würde, Ruhm, Achtung.

Ehrgeiz - Geizen mit Ehre. Ehrgeizigkeit ist immer wenig ehrenvoll, nicht ehrbar. Ehrgeizige Menschen leben ihre Seele (fast) nicht und gehen für ihr Ziel (z. B. Karriere) über die Grenzen gesunder Menschlichkeit - sich selbst und einer Familie/Beziehung gegenüber. Die eigenen Bedürfnisse und die Anderer, Liebe, etc. werden weniger geehrt, als das Ziel. Auch die eigene Gesundheit wird aufs Spiel gesetzt, man ‚geht über Leichen’. Führt zum
Burn Out. E. sollte Medizinmenschen nicht zu eigen sein.

Enttäuschung - Ende einer Täuschung. Sollte mit Champagner, statt mit Tränen begossen werden.

Entwicklung - Menschliches Wachstum durch Lösung der Verwicklungen in den normopatischen Zwängen.

er/sie - man möge es mir nachsehen, dass ich mich hier nicht immer politisch korrekt und wortinflationär um geschlechtsspezifische Begriffe bemüht habe, liebe Leserinnen und Leser! C.

Erfolg - etwas, das auf eine Handlung folgt.

Erklärung, sich erklären - Kraftvoll Klarheit und Klärung in einer Definition gewinnen, die persönliche Standpunkte oder Ziele beschreibt, z. B. ein Gelübde, Schwur, Eid, das ‚Ja, ich will’ in einer Eheschließung. Wir erklären uns täglich in (für uns belanglosen) Meinungen zu Zeitgeschehen, Politik, Gesellschaft, Kultur..., aber zu selten selbst, beispielsweise das Ja! zum Leben. Siehe Bestimmung.

Erleben - ganzheitliches Lernen.

Erleuchtung - etwa: Zustand des Eins- bzw. Nichtseins. Angestrebtes Ziel vieler ehrgeiziger Esoteriker, Buddhisten und Meditierer, die manchmal selbst gerne erleuchtete Lehrer wären und darin Lebenssinnhaftigkeit, Erlösung und/oder Wertschätzung zu erwarten hoffen. Erleuchtung ist keine Grundbedingung um zu Heilen, zu leben. Einssein wird im naturspirituellen Sinn mit der Schöpfung erdig gelebt - so gut man kann - diesen Weg gehend, und nicht abgewartet.

Ernährung - Es gibt wohl so viele Ernährungsweisen und -doktrinen, wie es Menschen gibt. Deshalb von mir nicht noch eine. Naturspirituell betrachtet drückt sich göttlicher Wille und sein Wesen in der Schöpfung aus. Der Mensch ist als vielseitiger Nahrungsverwerter geschaffen. Und: Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen der Beseelung einer Karotte und der eines Hähnchens. Siehe auch
Nahrung.

Ernst - aus dem Westgermanischen; im Althochdeutschen ‚ernust’ = Kampf, Eifer.
Ernst des Lebens: Man hat mir oft gesagt, das dieser nun begänne. Ist nie aufgetaucht. Warte auch nicht mehr. Ich glaub, den gibt es nicht. C.

Extraktion - Herausziehen, Heraussaugen. Entfernen einer krankhaften energetischen Störung aus dem feinstofflichen Körper eines Klienten. Im ethnomedizinischen Sinn kann z. B. Krebs extrahiert werden - ein Tumor nicht.

Ego - Lateinisch für ‚Ich’. Meist absurd überhöhter Teil moderner Menschen. Krankhafte E. suchen um Bestätigung ihrer selbst, Aufmerksamkeit, etc. und sind Versuche der Kompensation schmerzhafter gegenteiliger Erfahrungen (oft) aus der Kindheit. Ein ausgeprägtes Ego verhindert jedes authentische
Leben und jede Medizin.

 


F
Fasten - Verzicht auf feste Nahrung. F. ist kein Hungern. Meist wird der Darm zu Fastenbeginn durch Abführmittel, Klistire od. Einläufe geleert. Nach Fastenbeginn geht der Körper in eine Phase der Selbstreinigung von Giften, Schlacken, Fett, etc. Der Verdauungstrakt und seine Organe kommen weitgehend zur Ruhe, können sich erholen und ggf. gesunden. Fastende Menschen erleben auch immer einen reinigenden Prozess im Inneren
(Verstand, Herz), und sehen sich meist klarer. (Gotisch ‚fastan’=beobachten!) Gefastet wird aus gesundheitlichen aber auch aus rituellen Gründen im Sinne eines Opfers, dass der Fastende bringt, aus Gründen der Kontemplation und Ausrichtung auf ein hohes Ritual.

Fernsehen - überwiegend Volksverdummung. Hilft (die begrenzte!) Lebenszeit totzuschlagen, ohne das es zu wirklichem eigenen Erleben und seelischen Wachstum kommt. Fernsehen ist das Kompensationsmittel für die seelischen Wünsche nach Veränderung, Erleben, Abenteuern, Herzensleben..., eine Psychodroge. Wer täglich über 3 Stunden (deutscher Durchschnitt) in den fremden Kunstrealitäten verplempert, verliert im Laufe eines Lebens rund 8 Lebensjahre an ein Medium, das eigentlich nichts mit dem Leben zu tun hat. Aber auch: Fenster zur Welt für viele behinderte und alte Menschen.

Fluch - wie Schwur und Gelübde auch eine seelische Bindung an eine Information, die auch über mehrere Leben hinweg Wirkung zeigen kann. Schwarzmagische Arbeit. Bindet Verursacher karmisch an Opfer. Schamanisch lösbar.

Fluchtreflex - Reaktion
normopatisch geprägter Menschen vor Situationen großer Intensität, die in Resonanz mit seelischen Verletzungen gehen. Vor der eigenen Seele und ihren Wünschen nach Heilung und Wachstum zu fliehen, ist nicht möglich. Ihre Symptomsprache würde zu deutlich.

Frau - einfach wunderbar.

Freiheit - relativ. Es ist nicht möglich in aller Freiheit zu leben. Aber sich darin Freiheiten zu wählen, in denen man gründeln kann, ist wachstumsfördernd. So kann man z. B. nicht gleichzeitig die Freiheiten der Promiskuität leben und die Freiheiten einer tiefen vertrauten Liebe erfahren. Die eigene Freiheit sollte niemals die Freiheit des Anderen einschränken. Gefühle von Unfreiheit sind Resonanzen vorhandendener und akzeptierter Autoritätsbilder und ihrer einschränkenden Regeln. Unfreiheit ist hausgemacht und braucht Bereitschaft. Erst aus der gesunden Seele heraus werden die Freiheiten lebbar, die sie braucht für ihr Wachstum, auch zur Heilung(!).

Furz - Wenn’s Arscherl brummt, ist’s Herzerl g’sund! Raus damit.

G
Geburt - Initiation in das Leben (außerhalb vom Mutterleib). Siehe auch Seele & Geburt.

Geduld - Bitte gib mir Geduld, lieber Gott, aber sofort!!! Zu dulden ist der Seele Autorität.

Gefährte - Mensch, mit dem man einen Weg zu Wachstum (und Heilung) teilt.

Gefühle - Reichtum des Menschen, machen das Leben bunt. Wichtiger Ratgeber, da Organ der Seele, ihren Zustand auszudrücken. Gefühle führen den ethnomedizinisch handelnden Menschen stets mehr als der Verstand. Aus ihnen direkt und unmittelbar zu arbeiten ist intuives Handeln im Dienst für eine andere Seele.

Geld - Zahlungsmittel statt Tauschwirtschaft... Geld wird in seiner Bedeutung völlig überbewertet. Es ist kein Indikator für Glück, ein gutes Lebensgefühl, Zufriedenheit, persönlichen Erfolg, oder eine Bestätigung für ein seelisch gesundes Leben. Lt. Einer UNO-Erhebung leben die glücklichsten Menschen in Bangladesh.

Gelübde - rituelle, spirituelle Erklärung. Kraftvoller Vertrag mit der Schöpfung, Bitte um ihre Unterstützung, einen bestimmten Weg zu gehen. G. sollten immer zeitlich definiert sein, (maximal dieses Leben). Nicht zeitlich definierte G. aus alten Leben wirken sich aus, bis sie gelöst sind. Schamanisch.

Gesundheit - Die Möglichkeiten der Seele, sich frei und unbeschadet von Verlusten oder Deformationen entwickeln und wachsen zu können. Nach der WHO: Der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Siehe auch Mensch und Gesundheit.

Gewalt - Im menschlichen Sinn: Versuch kompensativ etwas zu bewältigen, zu verwalten, zu vergewalten. Ventilfunktion für Wut, die ihren Ursprung und Grund meist in traumatischen Kindheitserlebnissen hat. Gewalt, die sich gegen andere Menschen äußert, richtet sich auch gegen sich, und umgekehrt. G. ist eine heftige Symptomsprache der Seele, zumeist große Seelenanteile sind verloren gegangen, Überlebensmechanismen sind selbstzerstörerisch.
Im Sinn der Medizinleute: Handelnd, aus der Macht der Führung durch die Schöpfung, dem dienend, das Anliegen des Klienten hierdurch sorgsam und wachstumsfördernd walten.

Goethe - Naturspiritueller Mensch und guter Beobachter, Lehrer, Großvater.

Gott - Du sollst Dir kein Bild von mir machen! Yes Sir!  Siehe
Vorstellung.

Großmutter, Großvater - naturspirituell (Sioux) Bezeichnung für alte, weise Lehrer. Das können leibliche Großeltern sein, aber auch ältere Lehrer, Älteste, ein Stein, der Mond...

Guru - Überholte, hierarchische Form des Lehrens und Lernens, egonährend für den G.
Aus der Weisheit und dem Wissen der gesunden Seele heraus will sich der Mensch entwickeln, in Freiheit - und nicht in Gefangenschaft von Führern und ihrer - wie auch immer - eigenen Anschauungen. Dies bedeutet nicht, dass man von G. nicht lernen könnte, bzw. deren Worte und Schriften Resonanzen geben könnten, die wachstumsfördernd sein mögen. Dennoch bleibt die Heiligkeit und Individualität der Seele oberste Instanz des Seins (sollte!), und Heiligkeit im Innen zu finden Gebot, statt sie im Aussen zu suchen. Siehe auch
LehrerIn, Sekte.

H
Haut - Feststoffliche Umhüllung des Menschen. Plakativstes Organ der symptomatisierenden Seele, an der Oberfläche. Sichtbarer (danke!) dringender Ruf der Seele nach Heilung. Eine Unterdrückung von Hauterkrankungen (z. B. durch Cortison) oder anderen körpersymptomatischen ‚Therapien’ führt zur Abwanderung des seelischen Ausdrucks in innere Organe.

Heilung - Prozess der Wiedererlangung der Gesundheit. Ganzheitliche Heilung findet auf den menschlichen Ebenen des Körpers, des Herzens, des Verstandes und der Seele statt. Recht des Menschen. Heilen kann der Mensch sich nur selbst. Medizinmenschen unterstützen darin und schaffen Räume seelischer Möglichkeiten.

Heimat - Gefühl oder Ort?
 

Heirat - ursprünglich auch Heilrath (u.ä.). Zwei Seelen treffen sich in Liebe, um aneinander zu wachsen und zu heilen.


Herz - Seit alters her gilt das Herz als Sitz der Empfindungen. Es ist der Träger der bunten Welt der Gefühle. Wichtigstes Medium der seelosomatisierenden Seele. Im Idealfall ist der Mensch im Inneren wie ein Herz und eine Seele...

Heyoka - Spiritueller Clown, Medizinmensch, Meister der Perspektiven. Mehr.

Hilfe - Menschlicher Beistand, der im Idealfall den Hilfesuchenden unterstützt, sich selbst zu helfen. Krankhafte Formen sind Beziehungen dieser Art, in denen Abhängigkeit und Bevormundung gepflegt wird.

Hingabe - Immer wieder zu übende Fähigkeit des Medizinmenschen, sich heiligen Ritualen, Heilbehandlungen und seelischen Heilungswünschen der Klienten hinzugeben, um dienend und in Führung von Devas und/oder Spirits Handlungen geschehen zu lassen, die Wachstum und Heilung dienen.

Hirse - Ausgezeichnetes Getreide. H. wirkt positiv auf die Verdauungsorgane, vor allen Dingen auf die Darmwände und reinigt den Körper; wirkt Übersäuerung entgegen.

Hölle - altgermanisch: Aufenthaltsort aller Toten. (Nordisch: Hel - Totenreich, auch Name der Totengöttin). Der Begriff wurde von der katholischen Kirche übernommen und uminterpretiert in einen Ort der Strafe und Sühne. Unsere heutige Definition ist also eine kirchliche Erfindung zur Unterdrückung des Menschen. Machtmittel:
Angst. Die einzigst existente Hölle ist die, die der Mensch sich selbst (oder anderen) schafft.

Hoffnung - Verlagerung von seelischen Wünschen und Bedürfnissen in die ungefähre Zukunft. Sollte Orientierung auf dem persönlichen Weg sein, aber aktives Handeln im Jetzt nicht verhindern oder ersetzen.

Humor - schöne menschliche Eigenschaft, wirkt heilerisch, lebensbejahend, trägt positiv zum Lebensgefühl bei. Lachen ist gesund! Vor allem sich selbst gegenüber.
Aus dem ‚Etymologischen Wörterbuch, Zitat: ‚Die seelische Gestimmigkeit ist nach antiken Anschauungen (Hippokrates) abhängig von verschiedenen, im Körper wirksamen Säften. In der mittelalterlichen Lehre hießen diese Säfte ‚Humores’ (lat. Humor = Feuchtigkeit)’. Lachen hilft seelische Stimmigkeit herzustellen.
 

I

Indianer/Indio: Eigentlich eine ‚weisse’ Bezeichnung der nativen Menschen Amerikas. Der Begriff hat nichts mit Indien zu tun. Ein Geistlicher an Bord eines der Schiffe Kolumbus empfand die Menschen als ‚In Dio’ - in Gott.

 

Inian Hokschi - (Lakota). Übersetzt: Steinkind. Mythische ‚Figur’, erster Medizinmann, erstes Inipi. Eine alte Mythe erzählt darüber.

Inipi - wörtlich: Wo-sie-schwitzen, Schwitzhütte. Heiliger Kreis, Ort der Schwitzhüttenzeremonie.

Initiation - Beginn. Eine I. steht am Ende eines vergangenen Lebensabschnittes und vor dem Beginn eines Neuen; beispielsweise zwischen vorgeburtlichem Leben und der Zeit nach der Geburt, Kindheit und Jugend (etc), aber auch zwischen dem ‚normalen’ Leben und dem Schritt in das Leben als Medizinmann bzw. -frau. Mehr.

Inkarnation - Beseelung des gezeugten Kindes. Eintritt von
Nagual und Tonal in den Zellhaufen. Zeitpunkt: Bis zu 4 Tage nach der Zeugung. Siehe auch Reinkarnation, Geburt.

Integration - Aufgabe des Klienten nach einer ethnomedizinischen Arbeit zurückgekehrte und/oder befreite Seelenanteile und ihre Potentiale im Leben zu intergrieren und so zu gesunden. Mehr.

Inuit - Native Stämme in zirkumpolaren Lebensräumen (der dt. Begriff ‚Eskimo’ ist ein Schimpfwort). Durch die Klimaveränderungen erheblich gefährdet, drohender Verlust von kulturellen Werten. Aktiver Schamanismus.

Intensivität - Eine jede traumatische Erfahrung ist intensiv. In zumindest gleicher energetisch hoher Intensivität wird erst ganzheitliche Heilung möglich. Diese in das Leben des Klienten zu bringen ist Aufgabe der Medizinleute - in Stimmigkeit, Wertschätzung und im Einverständnis des Klienten. Dabei begibt sich der ethnomed. Handelnde oft in intensivere Zustände als der Klient.


J
Ja - Fremdwort, da von Erziehenden in früher Kindheit geprägt und definiert, somit autoritätsbezogen.
(Wie oft sagen wir ‚ja’, obwohl wir es nicht so meinen?) Ein eigenes Ja! ist kraftvoll (z. B. zu Gesundheit, Liebe...). Vergleiche
‚Nein’.

Jesus von Nazareth - Großer heiliger Medizinmann, Heiler, Philosoph; Kind Gottes, wie du und ich auch. Für viele Menschen in schönem Glauben anbetungswürdig. Die ‚Deutungshoheit’ für sein Leben und Sein liegt bei den Kirchen. In Islam und Judentum gilt er als Prophet.

Jugend - Lebensabschnitt zwischen dem Ende der Kindheit und jungem Erwachsenenalter. Grundsätzliche Veränderung im menschlichen Sein. Abschnittswechsel sollte rituell begleitet werden, um Ich-Definition, Eigenwahrnehmung, Veränderung und Statuswechsel initiatorisch für den J. erlebbar und so verständlich zu machen. Pubertätsrituale leiten die Jugend ein, Visionssuchen helfen Lebensabschnitte zu beenden, neue zu begründen und Übergänge zu leben.

 

Kleines ethnomedizinisches Wörterbuch

 

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