Copyright © Alle Rechte vorbehalten by: Christian Vogel, Kall-Golbach

Impressum
 

 

Indianerpfad

 

Ethnomedizin - Naturspiritualität

Home.
Mensch und Natur.
Seele.
Schwitzhütte.
Schamanismus.
Ethnomedizin.
Ausbildung.
Seminare.
Info-Kontakt.

Schamanismus

 

Schamanismus hat sich überall auf der Welt (auch) unabhängig voneinander entwickelt. In vielen Kulturen lebt er heute noch. Auch bei unseren Vorfahren, Kelten und Germanen, gab es Schamanen.

 

Übereinstimmend sehen fast alle Kulturen und alle Religionen der Erde die Seele als den bedeutsamsten und heiligsten Teil menschlichen Seins. Schamanismus beschäftigt sich mit der Heilung der Seele.

 

Die Seele

In der Seele ist alle Weisheit verborgen, die ein Leben lebenswert und erfüllend gestalten kann. Im alltäglichen Leben, der Berufswahl, dem Lebenslauf und auch in unserer modernen westlichen Medizin spielt die Seele keine Rolle. Unsere Kultur hält sich für aufgeklärt, sodass ihr Vorhandensein wissenschaftlich geleugnet wird, und das Thema generell in das Reich der Religion oder Esoterik verbannt wird. Schulmediziner sehen, wenn überhaupt, im Begriff ‚Seele’ die Psyche des Menschen.

In der Ethnomedizin wird nicht in Physis und Psyche unterteilt, sondern in Körper, Verstand, Herz und Seele. Die Seele wird als der höchste Teilmenschlichen Seins gesehen. Ihre Unsterblichkeit und ihre Wanderungen durch das und die Leben sind seit tausenden von Jahren menschlicher Erfahrung  wissenschaffende Grundlage für Kulturen, Religionen und Heilungsmethoden.

 

SchamanenInnen sind die HeilerInnen der Seele.

 

Seelenrückführungen - Schamanische Arbeit


Im schamanischen Sinne können wir, ausgelöst durch einen psychischen und/oder seelischen Schock, z.B. Trennung, plötzlicher Verlust eines geliebten Menschen, Kindheitstrauma, Mißbrauch, Selbstmordversuch..., einen Teil unserer Seele verlieren. Jemand, der einen Seelenverlust erlitten hat, ist nicht 'ganz', fühlt sich immer wieder mal 'leer', will in einem bestimmten Bereich des Lebens nicht erwachsen werden, oder es fehlt ihm/ihr das Gefühl für eine Sinnhaftigkeit des Lebens. Körperliche Auswirkungenen treten oft auch durch Krankheiten auf.

Krankheit ist in ihrer Bedeutung für naturspirituell Heilende nicht nur die akute oder chronische Symptomatik in ihren Ausprägungen psychischer oder körperlicher Art, sondern in ihrer Wurzel eine Erkrankung der Seele. Entsprechend des Sinns des Wortes 'Psychosomatik' symptomatisiert sich die Krankheit der Seele auf der psychischen und/oder physischen Ebene, in Verstand, Herz und Körper. Der Begriff der ‚Psychosomatik' macht deutlich, dass eine kranke Psyche sich auf die Gesundheit des Körpers auswirken kann.
Im ganzheitlichen Menschenbild der Medizinmänner und Schamanen gilt das gleiche Prinzip: Die Unvollständigkeit und/oder Krankheit der Seele wirkt sich auf die untergeordneten Ebenen Psyche und Körper destabilisierend aus. Dies ist Seelosomatik. Eine Krankheit wird immer als ganzheitliches Problem verstanden. Körper, Geist, Gefühlswelt und Seele sind bei einer Krankheit gemeinsam betroffen. Die Heilarbeit der SchamanenInnen ist nicht nur eine Sache von Kopf und Hand, sondern schließt das Herz und das Seelische mit ein.
 

Auch in unserer Sprache haben sich Begriffe aus unseren früheren Traditionen erhalten. In den Redewendungen 'dem hat man die Seele aus dem Leib geprügelt' oder 'er hat sein Herz verloren' sind alte Volksweisheiten über seelische Verletzbarkeit und Krankheit enthalten.
 

Schamanische (Einzel-) Arbeit besteht darin, den/die verlorenen Seelenanteil/e wieder zurückzuholen. Hierzu versetzt sich der Schamane mittels Trommel, Rassel, o.ä. in eine Trance, und reist in die Anderswelt(en), um mit Hilfe seines Krafttieres den verlorenen Seelenanteil aufzusuchen. Seelenanteile tragen das Trauma, aufgrund dessen sie verloren gingen, in sich. Sie müssen also zuerst gereinigt werden. Ihre Heilung will begonnen werden. Nur so sind sie dem Menschen zuträglich und für ihn integrierbar. Ziel ist es, den verlorenen Anteil heim zu bringen und ihn der Seele des Klienten 'einzuatmen'.

 

Jetzt beginnt die Arbeit des Klienten, denn der (neue/alte) Seelenanteil will integriert werden.
Auch hierbei steht der Schamane begleitend zur Seite, und hilft, wenn er darum gebeten wird. Ein Schamane heilt also auf der seelischen Ebene des menschlichen Seins.
Dies wirkt auf die darunter liegenden Ebenen Verstand, (Denkmuster, Verhaltensmuster, etc), Herz (Gefühl, Emotion) und Körper.

Der Reichtum schamanischer Lehren ist immer noch groß. Sehr unterschiedliche Wege sind bekannt, die Seele zu heilen. Neben der oben beschriebenen Methode gibt es noch viele andere.

 

Ein weiterer Schwerpunkt schamanischer Arbeit stellt die seelischer Heilarbeit nach Transplantationen, Organentnahmen und Amputationen dar.

 

Siehe hierzu auch: Die Krankheiten der Seele.

 

Medizinmenschen und schamanische Heilungsrituale:

Heyoka - Der Donnerträumer    Yuwipi - Der Finder    Wayatan - Der Träumer    Winkte - Der Paartherapeut

 

Peyuta Wicasa - Der Pflanzenheiler    Wicasa Wakan - Der heilige Mensch    Schamane - Der Reisende

 

Amanitaschamane - Heilen mit Tanz und Klang    Ayahuasca-Schamane - Heilen mit den Geistwesen der Pflanzen