Vom Leben im Mutterleib bis zur Geburt

Das seelische Leben inkarniert in den ersten vier Tagen nach der Zeugung. Spätestens am 4. Tag ist die Seele da. Mit ihrer Inkarnation beginnt der Zellhaufen aufzubrechen, (es ist fast wie eine 1. Geburt), und Extremitäten, Organe, etc. entstehen. Ohne seelische Inkarnation keine Schwangerschaft...


Im Mutterleib ist das junge menschliche Werden gut gehütet. Wir werden geschaukelt, genährt, getragen, umgeben und geschützt. Nie wieder werden wir nach der Geburt so eine Nähe zu einem anderen Menschen spüren.  Ein Teil der Attraktivität der Sexualität und dem Sehnen nach Liebe und Geborgenheit liegt im Wunsch (der Erinnerung) nach dieser Innigkeit.


Im Mutterleib nimmt der junge Mensch erstaunlich viel wahr: Neben körperlichen Empfindungen über die Haut und das Gehör nimmt der Fötus auch am emotionalen Leben der Mutter teil.


All dies ist quasi eine Vorbereitung auf die Zeit danach.


Es kommt zu ersten seelischen Schäden, wenn das 'Paradisische' gestört wird durch alles, was dem entgegen steht: Krankheiten, Sorgen und Nöte der Mutter, Unfälle, Hass der Mutter gegenüber dem Kind, brutale und gewalttätige Väter, Abtreibungsversuche, Trauerfälle...


Seelenanteile können verloren gehen.

 

Mit der Geburt erfolgt der initiatorische Schritt in eine neue Form des Lebens: Das Danach ist grundlegend anders als das bisher Erlebte. Und dies gilt nicht nur für das Kind, sondern auch für die Frau, die durch das Geburtserleben zur Mutter wird.


Die Geburt ist der Übergang zwischen dem ersten Lebensabschnitt im Mutterleib und dem Leben als Baby.


Der Geburtskanal ist das Portal in das Leben.


Geburt: Schlüssel für den Platz im Leben

Hier (er)lebt der Mensch sein Geburtsrecht. Er nimmt durch die Geburt seinen Platz im Leben ein. Er wird präsent. Diese seelische Erfahrung ist die Basis für ein Sich-Zuhause-Fühlen im Leben und die Gewissheit, einen Platz auf der Welt zu haben, ohne dafür etwas tun zu müssen.

Das Lebenrecht definiert sich durch die Geburt und das Leben selbst. Es will gelebt werden.

Seelenanteile, die vorgeburtlich oder geburtlich verloren gehen, nehmen der Seele Potentiale, die Lebensfundamente der Persönlichkeit darstellen.


Eine typische Symptomsprache der Seele ist ein Mangel an Vertrauen in sich selbst und die Welt.

Dies ist zu beobachten bei den ‚Ellbogentypen’, den Egomanen, den Vordränglern, das Leben-ist-ein-Kampf-Typen, den Mobbern, aber auch den Gutmenschen, Angepasst-Unauffälligen, Immer-alles-recht-machen-Menschen.


Ob man nun besonders lieb ist, um einen Platz auf der Welt einigermaßen sicher zu haben, ob man an der Supermarktschlange, oder im Büro darum kämpft: Es fehlt ein seelischer Teil. Er definiert den eigenen Platz auf der Welt und im Leben.


Kaiserschnitt

Bei einem Menschen, der per Kaiserschnitt auf die Welt kommt, fehlen die initiatorische Menschwerdung und die seelischen Potentiale der Persönlichkeit für ein Leben in einem sicheren und aufgehobenen Gefühl des Seins.

Kaiserschnittmenschen sind auf der seelischen Ebene nicht wirklich im Leben angekommen und fühlen sich oft auch irgendwie fremd auf dieser Welt. Eine Rastlosigkeit (Platzsuche) in Fragen des Wohnortes, Partnerschaften oder der Berufswahl sind häufige Symptomsprachen der unvollständigen Seele.


Natürlich ist der Kaiserschnitt, wenn medizinisch notwendig, auch aus seelischen Gründen nicht abzulehnen. Leider ist zu beobachten, dass diese Entbindungsmethode zunehmend Anwendung findet, und bei den VIPs und Prominenten, (für viele Menschen die Orientierung), fast keine Kinder mehr auf natürliche Art in's Leben kommen. Kaiserschnitt ist 'in': Ein Drittel aller Kinder werden bei Klinikgeburten in Deutschland so geholt, die Tendenz ist steigend.

Damit bringen sich auch die Schwangeren um die Initiation zur Mutter...


Da sich die Genetik des Menschen sehr schnell auf neue Gegebenheiten einstellt, ist damit zu rechnen, dass wir in ein paar Generationen die natürlich Gebärfähigkeit einbüßen werden, wenn diese unnatürliche Geburtsmethode weiter und unnötig oft durchgeführt wird.


Interessanterweise zahlen die Kassen eine Sectio auf Wunsch, also auch, wenn es medizinisch nicht geboten ist. Ein totes Kind muss frau allerdings selbst 'auf die Welt bringen'. (Es werden Wehenmittel gegeben).


Für die gebärenden Frauen ist dies oft furchtbar.

Lebensrituale:

Trauerbegleitung bei Todesfällen und ein würdiges Begräbnisritual helfen den Eltern das Erlebte zu akzeptieren und zu verarbeiten.


Frauenkreise, wie zum Beispiel die Mondhütte oder auch Schwitzhütten für Frauen, können helfen, den eigenen Körper und seine Arbeit, Weiblichkeit und Sexualität, Schwangerschaft und Geburt besser zu verstehen.


Ein so wachsendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten weiblicher Kraft und menschlicher Urkräfte begleitet die Frauen als Schöpferinnen neuen Lebens.


Mondhütte: Angebote in der Schweiz       Schwitzhütte

Petroglyphe, Elchmutter mit Kalb im Mutterleib

Tote Kinder

Beim Tod im Mutterleib, zum Teil auch noch bei Todgeburten, werden die toten Kinder meist in Plastikbeuteln der Pathologie zugeführt. Die kleinen Körper werden wissenschaftlich untersucht und dienen auch Medizinstudenten als Versuchs- und Übungsobjekte.

Es ist peinlich, dass man es sagen muss, doch: Kinder sind auch Menschen!


Eine seelische Begleitung findet in der Regel nicht statt. Weder für die Mutter oder den Vater, noch für das Kind. Entschuldigung, aber ein frommes Gerede von 'Gottes Wille' genügt nicht, um diese tiefen Lebenserfahrungen zu begleiten.

 

Dies Alles wird unserem kulturellen Anspruch einer menschlichen, christlich orientierten Gesellschaft in keiner Weise gerecht.

Die Menschwerdung müssen wir wohl erst noch (wieder) lernen.

                          

Ethnomedizin und Geburt



In den nativen Kulturen ist die Geburt ein heiliges Ereignis der Menschwerdung - und keine Krankheit.

(Wir gehen dazu - meist - in das Krankenhaus).

Schwangere Frauen werden von den Erfahrungen der Älteren begleitet.

Schwangerschaft und Geburt werden als schöpferischer Akt verstanden. (Es findet gerade die Schöpfung statt...!) Also sieht man nicht nur den körperlichen Vorgang, sondern auch die seelischen und initiatorischen Prozesse.


Schamanen und Medizinmenschen kümmerten sich bald nach der Entbindung um das neue Stammesmitglied und prüften seine seelische Gesundheit. Ebenso wurde der neue Erdenbürger dem Stamm, aber auch der Schöpfung, den Winden, Himmelsrichtungen, der Erde, den Sternen und der Welt der Geister vorgestellt und um Schutz und Segen gebeten.

In den christlichen religiösen Konzepten finden wir dies noch in der Taufe wieder. Auch hier wird die/der Geborene mit der Welt in Kontakt gebracht: dem Wasser.

Mögliche seelische Schäden vor/aus der Geburt:



    Kindliche Symptomatiken:


    Körperliche Erkrankungen:

Wie kann die Ethnomedizin helfen?


Ein schamanische Einzelarbeit klärt, ob Seelenanteile verloren gegangen sind und bringt diese geheilt zurück. (Siehe Einzelarbeit).

Es gibt Hilfe bei der Integration der Seelenanteile und ihrer Potentiale. Dies ist für Mutter und Kind - egal wie alt - wichtig.


Bei Geburten kann eine vertraute Schamanin begleitend unterstützen, und die seelische Gesundheit von Mutter und Kind sicherstellen.

Bei Kaiserschnittmenschen kann ein rituell durchlebtes Rebirthing die Erfahrung der eigenen Geburt möglich machen und somit den initiatorischen Schritt in’s Leben.

Seele und Geburt: Die Initiation in das Leben.


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Sonnenaufgang auf der Erde: Balken oben. Sonnenaufgang auf der Erde: Balken oben.

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Ethnomedizin - Die Medizin der Naturvölker