Indianerpfad

Ethnomedizin - Naturspiritualität

 

Sonnen-, Mond- und Naturfeste, Kalender
Spiritualität in der Natur leben
In unseren modernen Zeiten meint man oft,
die Zeit rase dahin.
Früher empfand man ein Jahr als halbe Ewigkeit.
Und dann merkt man, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist.

Da wir nicht mehr in der Natur leben, erfahren wir (zu) wenig vom permanenten Wechsel und Wandel in der Natur.
Wir leben nicht mehr in einem natürlichen Zeitrahmen.

Mit Festen und Ritualen im Kreis des Jahres haben wir die Möglichkeit, immer wieder einen Punkt in den Flug der Zeit zu setzen. Innehalten und schauen, wo man selbst im Zyklus des Jahres steht, lässt uns Zeit und Leben bewusster wahrnehmen.

Die einmaligen Energien der Jahreszeiten wirken tief auf den Menschen ein.
Jede/r kennt das Gefühl, an einem schönen Frühjahrstag über eine blühende Frühlingswiese zu gehen, jede/r das Empfinden von 2 Wochen Nebel- und Nieselwetter im November...

In den Festen im Jahreskreis nutzen wir diese Zeitqualitäten für unser persönliches Wachstum.
Ist das Leben gleich einer Geraden zwischen Geburt und Tod?
Naturvölker verstehen es als Spirale.
Es sind die aufeinander folgenden Kreise der Jahreszeiten, der mensch-lichen Lebensphasen vom Säugling zum Greis, das Leben, die Leben. Zahlreiche Höhlenmalereien auf der ganzen Welt geben diese Symbolik wieder.
So gehen wir mit den Kreisen des Jahres in einer Spirale.

Lakota nennen die Spirale und ihre Kraft ‚YumniWi’. Für diese Energie steht in der Schwitzhütte der 12. Stab. (Die Schwitzhütte ist aus 12 oder 16 Stäben gebaut. Jeder Stab steht für einen Schritt der Schöpfung aus ihrer Mythologie).

YumniWi ist die Kraft des Kreises und der kreisförmigen Bewegung.
Galaxien drehen sich so, Sonnen-systeme, Hoch- und Tiefdruckgebiete, Hurricans. Auch in der Tiefe des Lebens und aller Entstehung finden wir die Spiralform wieder: Unser Erbgut ist ebenso angeordnet (Doppelhelix), wie die Nabelschnur...

Feste im Kreis des Jahres

Walpurgis/Beltane
Ein wildes Frühlingsfest

Unterwegs

Naturspirituelle Wanderung zum Herbstanfang
Kraftplätze und heilige Orte
in den Bergen
Das errechnete Foto ‚unserer’ Milchstrasse von der Seite
- eine riesige Spirale.

Feste im Kreis des Jahres

Unsere Seminare orientieren sich an den Überlieferungen und Traditionen unserer Vorfahren. Um spirituell in die Tiefe des besonderen Augenblicks zu gehen, besteht auch die Möglichkeit einer Teilnahme an einer Schwitzhüttenzeremonie.

Schwitzhütten im Kreis des Jahres geben Mensch und Seele die Gelegenheit, in ein natürliches, längeres Zeitempfinden einzutauchen, sich von Vergangenem zu Reinigen und Erlebnisse zu verarbeiten. So erleben wir die energiereichen Hoch-Zeiten bewußt und nutzen ihre Kraft. Hierbei gehen Frauen in die Mondhütte und Männer in die Männerschwitzhütte...
Gesundheit.
Inipi.
Schwitzhüttentermine.
Jahreskreis.
Walpurgis.
Spirituelle Wanderung.
Visionssuche.
Mensch und Natur
Themen
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Mensch und Natur

Feste im Kreis des Jahres
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Impressum
Zeit, Zeitrechnung, Kalender, Festtage

Unsere Zeitrechnung beruht immer noch auf einer Verbindung von Mond- und Sonnenkalendern.
So gehören zum Sonnenkalender die Tage, Tag- und Nachtgleichen, die Sonnwenden und das Jahr. Der alte Mondkalender bestimmt den Rhythmus der Wochen (¼ des Mondzyklus) und die Monate.
In vorkeltischen Zeiten gab es Stämme, die nach dem Mondkalender lebten, als auch Stämme, die das Jahr nach dem Lauf der Sonne einteilten. 33 Sonnenjahre entsprechen 32 Mondjahren.

Bereits 1.700 vor unserer Zeitrechnung entstand die Himmelsscheibe von Nebra, mit der Berechnungen der Differenzen zwischen Sonnen- und Mondkalender möglich waren und somit, wenn nötig, ein Schaltmonat eingefügt wurde. Mit diesem frühesten wissenschaftlichen Instrument konnten auch Tag- und Nachtgleichen und Sonnenwenden berechnet werden.

Die Zeitrechnung selbst wurde mehrfach reformiert. So war der Oktober ursprünglich der 8. Monat im Jahr, der November der 9., usw. Die Wintersonnwende lag nach dem alten Kalender am 24. Dezember... Der Vatikan bestimmte den Geburtstag von Jesus auf diesen Tag, um den alten naturspirituellen Feiern zur Wintersonnenwende einen christlichen Sinn zu geben. (Jesus war wohl eigentlich ein Widder).

So sind die meisten kirchlichen und staatlichen Feiertage ursprünglich keltogermanische Hochtage:
Keltogermanische und kirchliche Feiertage

Maria Lichtmess: Brighid, das Erwachen des Frühlings

Ostern: Ostaria, germanisches Fruchtbarkeitsfest

1. Mai: Walpurgis/Beltane, kelt. Fruchtbarkeitsfest

Johanni: Sommersonnenwende

Maria Himmelfahrt: Lugnasad, Erntebeginn

Allerheiligen-Allerseelen: Samhain, das Fest der Ahnen

Weihnachten: Wintersonnenwende

Jesus würde sich heute wohl sehr wundern über das, was, wie und wann kirchlich gefeiert wird...

Die Wochentage und ihre ursprüngliche Bedeutung:

Montag: Mondtag

Dienstag : Thingtag (Tag der Versammlung am Ratsplatz), niederdeutsch: Dingesdach

Mittwoch: Wotans Tag, niederdeutsch: Wodansdach; vergleiche: Wednesday

Donnerstag: Donares Tag, Tag des Donar

Freitag: Freyas Tag, althochdeutsch: Friadag

Samstag: Sambatstag bzw. Sunnunabend (Tag vor Sonntag)

Anmerkungen zum Mayakalender

 

Zweitausenundzwölf geht die Welt unter: Rette sich wer kann!

 

Das ist nicht nur ein Thema von Esoterikern und Weltuntergangspropheten, sondern sogar Inhalt(?) eines Films. Viele Menschen diskutieren darüber, manche halten dies für Unsinn und keiner weiß wirklich Bescheid.

 

Auch der Mayakalender ist naturspirituellen Urspungs.

Seine Struktur ist spiralig, nicht linear.

Somit gibt es kein Ende.

 

Wie wir aus ethnologischen Forschungen wissen, sind Erneuerungsrituale die Bindeglieder zwischen den Zeiträumen und lassen einen Kalender wiederbeginnen.

 

Für viele Stämme war die  Wintersonnen-wende Ende und möglicher Anfang einer neuen Zeit, sicher war es nicht, das eine neue begann - und man mußte dafür etwas tun.

 

Bei den Inuit unternimmt ein Schamane eine gefährliche Reise zu Sedna, der Mutter aller Tiere, und lebt mit ihr einen Erneuerungs-prozess.

 

Der alte peruanische Kalender kennt einen 400-Jahre-Zyklus und einer folgt auf den anderen.

 

So ist auch 2012 im Sinne des Mayakalenders nicht das Ende aller Zeit, sondern eine Zeitenwende.

 

Sie zu nutzen wäre die Möglichkeit der Wende für die Menschheit zu Wachstum in den Frieden, auch mit der Erde, die uns trägt und nährt.

 

PS: Wie geht es einem Menschen mit Weltuntergangsgefühlen?

Was macht die Angst vor dem Ende mit uns? Und: Was hat jemand davon, der sich in so eine Panikmache hineintheatert?

 

Es ist eine Aufmerksamkeit in geistiger Hygiene nötig, um diese Energien nicht anzunehmen, wann und wo immer der Mayakalender diskutiert wird.

 

Rette sich wer kann!