Ethnomedizinische Wege bieten der Seele Räume, um zu wachsen und heilen.

Dies geschieht in den schamanischen Rückholungen verlorener Anteile ebenso, wie in Schwitzhütten,

der Visionssuche, der Aufstellungsarbeit und der Ritualistik.


Aufgabe des Klienten ist es, diese Erfahrungen zu seelisch zu integrieren.


Es ist die Hinwendung des Menschen zur Integrität, eine Öffnung zu den Möglichkeiten der vollständigeren oder gewachsenen Seele, das sich neu (er)finden in einer gesunderen Harmonie.


Mit verlorenen Anteilen geht immer auch ein Teil der Persönlichkeit, der sich so nicht entwickeln kann.

In einer seelischen Deformation verhindern Verletzungen die freie Entfaltung der Potentiale.


Nach einer ethnomedizinischen Arbeit sind diese Anteile wieder da, erkannt und frei - aber die eigentliche Heilungsarbeit ist die des Klienten selbst: Es gilt, die verschütteten seelischen Potentiale zu entwickeln, ihnen einen Raum im Leben zu geben und sie durch Erleben kennenzulernen.


Integrationsarbeit ist spannend.

Die Neugier auf sich selbst und die eigene Vielseitigkeit schafft die inneren Räume der Heilung.


In der Schulmedizin erwarten wir ein Eintreten einer Besserung in der Behandlung oder durch verschriebene Medikamente. Der Kranke selbst hat nichts zu tun, als die Anweisungen des Arztes zu befolgen. Der Patient gibt die Verantwortung für Heilung, Leben und Gesundheit an die ärztliche Autorität ab.

 Diese Hinwendung zur Betrachtung der positiven Lebensinhalte, vielleicht der Selbstverständlichkeiten, die man zu wenig wertschätzt, verändert das Lebensgefühl der Seele und fördert die Selbstheilung enorm.


Integration ist ein persönlicher und individueller Nestbau.

Das Nest sollte so groß wie möglich sein, und die Seelenanteile nicht einschränken, wie dies früher geschah, sondern sie zu ermutigen ihre Persönlichkeitspotentiale zu leben.

Aufgeschlossenheit und Neugier zu einem neuen Icherleben schaffen die Möglichkeiten zur Entwicklung in seelisch gesunder Harmonie.


Ein Integrationsritual: Das Wasser des Lebens

 

Ein Ritual ist eine ganzheitliche (Körper, Verstand, Herz und Seele sind involviert) Handlung mit einer bestimmten Zielsetzung.

Die liegt beim Integrationsritual in der Annahme vorgeburtlich und/oder geburtlich verloren gegangener Seelenanteile und ihrer Potentiale, welche immer Lebensbejahung, Zuhausesein im Leben, Einverständnis, ein Gefühl von Selbstverständlichkeit zu leben beinhalten.

Der Klient führt das Ritual selbst durch.


Man suche sich einen ungestörten Platz am Wasser, einem stillen See, dem Meer, morgensfrüh im Schwimmbad, an einem Fluss.

In der Ethnomedizin bleiben die Verantwortlichkeiten immer bei dem Menschen.

Nur er ist es, der sich heilen kann.

Dies ist unbedingt zu respektieren - von Medizinmenschen wie KlientenInnen.


Ethnomedizinische Arbeit unterstützt in der Schaffung von den Möglichkeiten, die die Seele zur Selbstheilung benötigt. Ihre Arbeit initiiert den Heilungsweg, ihn zu gehen ist die Aufgabe des Klienten.

Integration verlorener Seelenanteile


Durch schamanische Arbeit zurückgeholte Anteile befinden sich in dem Alter, in dem sie verloren gegangen sind. Ist zum Beispiel ein frühkindliches Trauma ursächlich, so gilt es quasi ein Kleinkind zu integrieren, besser die Potentiale, die es seit dem Weggang nicht entwickeln konnte.


Ein Klient holt seinen Seelenteil in dem Alter ab, in dem er verloren ging.


Dies geschieht mit Leichtigkeit und Freude durch Hinwendung und Neugier.

Er/Sie lädt seine neuen/alten Teile ein, am Leben teilzuhaben, zeigt ihnen sein Leben, die Elemente, die schön sind, Spass machen, die man liebt.


Dies schafft einen einladenden seelischen Raum, der die Anteile und ihre Potentiale ankommen lässt.


Sprechen Sie täglich innerlich mit ihren Teilen, gerade wenn sie etwas Schönes tun oder es betrachten,


          Beispiele:

Tropfen und Wasser als Symbol für die Integration

„Wir entscheiden selbst,

ob wir auf den Misthaufen,

oder auf das Blumenbeet schauen“

                   (Selma)

Wenn der Ort passt gehe man in einen meditative Betrachtung des Wassers - analog zum Leben.

Das Wasser entspricht dem Leben, seinem Fluss, der Unergründlichkeit der Zukunft, der Tiefe.

 

In dieser Stimmigkeit stelle man sich mit dem Rücken zum Wasser/zum Leben und bereite sich vor, sich bedingungslos ins Leben fallen zu lassen.

Es ist ein bedingungsloses Ja! nötig.

Man könnte dies so formulieren:

Egal was in meinem Leben alles noch geschehen mag, ich nehme es an’!

Egal, ob man noch 1 Woche zu leben hat, ein Jahr, oder 70 Jahre; egal, ob man reich oder arm stirbt, Kinder in die Welt setzt oder nicht, berühmt wird oder unbekannt lebt, welche Menschen man trifft und liebt, egal...

 

Egal bedeutet kein Desinteresse am Leben, im Gegenteil:

Es ist das Lebenseinverständnis,

das ‚Dein (der Seele) Wille geschehe’.

Letztendlich: was bleibt uns schon übrig? Oder meint jemand ernsthaft, das Leben orientiere sich an den eigenen Vorstellungen, er könne Lebenswege, den natürlichen Todeszeitpunkt und seine Lieben planen?

 

Die Führerschaft im Leben steht der Seele zu. Die Potentiale dazu gilt es durch dieses Ritual zu integrieren.

So lasse man sich in Stimmigkeit fallen in das eigene Wasser des Lebens.

Es ist eine tiefe körperlich, geistige, emotionale und seelische Erfahrung, ein Beginn, eine Antwort und die Geburt in ein neues, volleres Leben.

 

Willkommen im Leben!

Steinkreise Weg des Lebens

Die Integration seelischer Arbeit


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Seelenanteile aufgepasst!


Wasserkreise Symbol für die eigene Erlaubnis zur Freiheit Sonnenaufgang - Balken oben

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Sonnenaufgang auf der Erde: Balken oben. Sonnenaufgang auf der Erde: Balken oben.

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