Indianerpfad

Ethnomedizin - Naturspiritualität

 

Alle Geheimnisse liegen in vollkommener Offenheit vor uns.

Nur wir stufen uns gegen sie ab,
vom Stein bis zum Seher.

Es gibt keine Geheimnisse an sich,
es gibt nur Uneingeweihte aller Grade.

Christian Morgenstern

Druiden

Die keltische Kultur entstand wohl im böhmischen Kessel in der Region um Prag. Hier trafen sich einwandernde Stämme aus dem Osten, Reiter, Suchende mit den hier siedelnden Bewohnern des Waldlandes.
Die Neuankömmlinge staunten nicht schlecht: Wald hatten sie noch nie gesehen. Sie kannten die Steppe, vereinzelte Bäume, aber keinen Wald.
Die Schamanen der Stämme erkannten, dass der Wald besonders war, belebt, nicht nur von Tieren. An besonderen Plätzen nahmen sie hohe Energien wahr, die es sie zu erforschen reizte.

Die Reiter aus dem Osten waren willkommen, brachte doch ihre Kultur vieles, was man noch nicht kannte. So vermischten und ergänzten sich zwei Kulturen. Das ging nicht ohne die Bereitschaft von einander zu lernen, und Toleranz zu leben. So hieß es immer, wenn ein Geschäft besiegelt wurde:

"Schwöre bei dem Gott, bei der Göttin, der/die dir heilig ist".

Diese beiden Eigenschaften: Neugier auf das Wissen und die Weisheit der Nachbarn, und die selbstverständliche Toleranz, waren der Motor für weite Reisen im nur dünn besiedelten, nacheiszeitlichen Europa.
Druidischer Schamanismus
Die Ethnomedizin unserer Ahnen
 Ausbildung
Themen

Der Wissenschatz der DruidenInnen wurde immer größer, umfassender, ganzer.
Die sich vermischenden Kulturen regten sich im spirituellen Wachstum an. Der weibliche Mondkalender mit seinem Wissen um die hohen Zeiten des Mondes verband sich mit dem männlichen Sonnenkalender und seinen Hochzeiten. Mit jedem Stamm kamen neue Erfahrungen, Künste und heilige Orte hinzu.

Die druidischen Heilkünste waren es, die die große Verbreitung der Kelten verursachte. Fremde Stämme nahmen die neue Kultur an, weil ihre HeilerInnen überzeugten. So verbreitete sich das Druidentum in Mitteleuropa bis nach Spanien, Irland, Schottland, Wales und England. Die skandinavischen Länder gehörten ebenso zum keltogermanischen Kulturkreis, wie auch die Völker des Ostens. (Östlichster keltischer Stamm: Die Rus. Siedlungsraum: Heutiges Kiew. Seit dieser Zeit bezeichnet man das Volk im weiter entfernten Osten Europas als Russen).

Handel
Nachgewiesene Handelsrouten verbanden die Stämme miteinander. Bergkristalle und besondere Erze wurden über die Alpen gehandelt, Bernstein und Nahrungsmittel dienten als Tauschobjekte. Die östlichen Stämme knüpften Handelsrouten in den nahen Osten. In keltischen Gräbern wurde Weihrauch aus dem Jemen gefunden. Das klingt eher nach einer Hochkultur, als nach einem primitivem Leben, wie es Schule und Kirche heute noch lehren.

Thingplätze
Druide heißt: 'der/die Wissende', auch 'Weisheit der Eiche'. Sie waren die spirituellen Lehrer und Lenker des Stammes. Sie sprachen vor dem Häuptling auf dem Thingplatz, dem Ort der Versammlung.
Erst sprach die druidische Seele und das Herz, dann bestimmte der Häuptling, was/wie getan werden musste.

Die Namen deutscher Orte und Städte  mit einer  -ing-Endung weisen auf ehemalige Thing-Plätze hin.
Mein heutiger Wohnort Ingolstadt ist ursprünglich ein Thingplatz gewesen, der goldene Bedeutung für die Stämme hatte. Im keltischen Oppidum Manching bei Ingolstadt lebten zehntausende Menschen - eine damalige Großstadt. Hier fanden Archäologen ein Heiligtum im einem Tempel: Eine vergoldeter Eichenstab mit Laub, umwunden von Efeu - Thing-gold-statt.

Eine Druidenschule lag an besonderen Plätzen im Wald. Die Schüler lernten 20(!) Jahre lang die Lehren. Kein Wissen wurde schriftlich übergeben - alles wurde auswendig gelernt. In heiligen Hainen unterwiesen die DruidenInnen ihre Schüler. Ein tiefes Eintauchen in die Natur, die göttliche Schöpfung war der Weg zu Kraft und Erkenntnis.

Das Ende des Druidentums
Das Ende druidischer Weisheit begann mit Cäsar. Sein ‚De bello gallico' spricht immer wieder mit Respekt, Furcht, und Unverständnis über die Kraft der Druiden. Auch seine Truppen bekamen die magischen Kräfte zu spüren. Der auch wissenschaftlich viel zitierte Tacitus berichtet über die Druiden - allerdings ohne jemals nach Gallien oder nördlich der Alpen zu reisen. Ein antiker Karl May...

Cäsar ließ alle Druiden gnadenlos verfolgen und die hinrichten, die sich nicht sofort unterwarfen. Viele zogen sich in die Wälder zurück, aber das Stammesleben wurde ein anderes. Die Druidinnen, die Truden, hatten noch eine Schonfrist, bis die katholische Kirche sie als Hexen verbrennen ließ. Heute ist von den Weisheiten der DruidenInnen nicht mehr viel übrig geblieben. Zu dünn wurde die Kette des Wissensflusses von Generation zu Generation. Irgendwann riss sie ab.

Ein neuer Anfang?!
Die keltische Sicht der Zeit und ihrer Qualität wird von vielen Zyklen geprägt:
Jahreszeiten, Sonnen- und Mondjahr, die Sternschnuppenperioden und die längerfristigen zeitlichen Definitionen durch Polarlichter, Sonnen- und Mondfinsternisse. All dies konnte man berechnen.
Der längste bekannte Zeitzyklus druidischer Weltsicht umfasst 2.000 Jahre. (!)
Er wird mythologisch ausgedrückt durch den Kampf zweier Drachen.

Vor zweitausend Jahren, etwa zur Entstehungszeit des Christentums, gewann der ‚fremde Drache’ mehr und mehr Macht.
Die darauf folgenden geschichtlichen Ereignisse:
Mitteleuropa wurde von Rom erobert und gravierend in Kultur und Religion geprägt. Wer im überlieferten kultureigenen Sinn wirkte oder spirituelle Aufgaben hatte, landete oft genug im Circus Maximus.

Die Stämme mussten sich der neuen Macht anpassen. Etwas später ‚importierte’ Rom das Christentum als Staatsreligion, Missionare und Inquisitatoren folgten. Wir leben heute noch in einem von  Erobererern, ihrer Kultur und Religion geprägten Seinsverständnis.
Das Wissen darum mag man auch für humanistische Bildung halten.
Es ist allerdings wohl nicht sehr menschlich.



Der keltische Drache zog sich zurück.
Nun sind 2.000 Jahre vorbei.
Es ist Zeitenwende.
Kehrt der keltische Drache wieder?


Viele Menschen sehnen sich nach ihren Wurzeln.
Mittelaltermärkte sind gut besucht, es gibt eine keltische Musikszene, Tätowierungen mit keltischen Motiven sind In. Es laufen immer wieder selbsternannte Druiden herum. Es gibt sogar Menschen, die meinen, sie könnten Druiden ausbilden, z. B. die Gründer einer ‚Universität’ in Großbritannien.  Das ist völlig anmaßend. Druidisches Wissen starb mit den letzten Druiden vor über 1.200 Jahren aus.

Ritterturniere und Wiccakulte sind Teil dieses Zeitgeistes.
Und selbsternannte Hexen suchen den Sinn ihres Lebens in absurder esoterischer Theatralik.
Oh, und da gibt es natürlich auch noch die ‚Bösen’, die Satanisten und Kreuz-verkehrtrum-Träger, ach Gott.
Sie sind genauso angepasst wie die, die sie ablehnen. Ihr Dresscode ist schwarz, es gibt religiöse Regeln und Hierarchien. Wie langweilig.
Mit den eigenen Potentialen für ein erfülltes Leben hat das nichts zu tun.  Es ist konsequent sinnlos.


All dies ist nur ein Ausdruck der Sehnsucht des Menschen nach seinen Wurzeln.

Aufbruch
Dru-Id: Die  Weisheit der Eiche.
Der gesamte Reichtum des druidischen Wissens stammt ebenso aus der Schöpfung, wie die Medizin der Indianer Amerikas. Nichts ist verloren, denn die Lehrer sind/waren die, die auch die ersten DruidenInnen ausbildeten: die Bäume, die Faune, die Pilze, die Devas der Pflanzen.
Es sind die Lehren der Erde, des Wassers, Himmels und Feuers.
Sie sind immer (noch) da.

Es geht nicht um das Druide-Sein, sondern um das Werden.

Wer lernen mag soll erleben:
Authentisches schamanisches Reisen lernen. Voraussetzung! Sonst ist zu 99 % alles Fantasy.

Einen jahrelangen Meditationsplatz auf einer Buche. Beinahe täglich.
Und erst wenn die Buche zustimmt: Einen Platz auf einer Eiche.
Visionssuchen in Höhlen, auf hohen Bergen, an Flüssen und am oder auf dem Meer.
Lange Fastenperioden.
Rückzug in völlige Einsamkeit.
Ausbildungsdauer in alten Zeiten mit Lehrer: Mindestens 20 Jahre.
Ausbildungsdauer ohne Lehrer: Ein Leben lang.

Zugang
Ein Schlüssel zum druidischen Wissen liegt auch im (authentischen) schamanischen Reisen und Arbeiten.
Und so kehrt druidisches Wissen über schamanische Wege wieder zurück.
Wir arbeiten damit, wenn Seelenanteile zurückgeholt werden wollen.
Sie zu heilen, bevor sie dem Menschen zurückgegeben werden, ist eine Pflicht.

Zu dem großen der Wissen der druidischen Ethnomedizin gehörte auch die Geomantie.
Die so geschaffenen Bauwerke sind Leistungen, die durchaus auch mit den Pyramiden Ägyptens vergleichbar sind. Der Indianerpfad erforscht dies auf besonderen keltischen Kraftplätzen, Siedlungsräumen und spirituellen Plätzen in Geomantieseminaren und zahlreichen kleinen Projekten.


Die Werkzeuge dazu sind druidisch.

Dies sind unsere Wurzeln, auf die der Lakota-Medizinmann Archie Fire Lame Deer uns Europäer immer hinwies!

Wir beginnen wieder neu.
Wir hören hin.

Das Lied der Ahnen:
Ihr seid die Lebenden.
Wir gingen vor euch.
Ihr seid die Lebenden.
Ihr geht jetzt!

Über Kelten, Germanen, Wikinger und Etrusker, Handelswege und Kraftplätze
Basisseminar.
School 2-4.
School 5-7.
Praxistage.
Initiation.
Fortbildung.
Seminarinhalte & Termine.
Ethnomedizinische Tugenden.
Hintergrund

Druiden - Die Schamanen unserer Vorfahren
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